14.02.2013, 21:43

Moody's warnt Washington vor Rating-Dämpfer

Stahlharte Ansage von Moody's / Bild: c EPA/Andrew Gombert

Etatstreit. Kommt es zu keiner Einigung bei Budget und Schulden, droht der Verlust der Bestnote - ein politischer Kompromiss deutet sich derzeit nicht an.

New York. Die Ratingagentur Moody's will die Bonitätsnote der USA von den Verhandlungen im Haushaltsstreit abhängig machen. Die USA müssten weitere Maßnahmen ergreifen, um eine Verringerung der Schulden sicherzustellen, teilten die Bonitätswächter am Donnerstag mit. "Für die Bewertung ist die Entwicklung bei den Schulden entscheidend. Diese hängt wiederum von der Fiskalpolitik und dem Wirtschaftswachstum ab", erklärte die Agentur.

Moody's hat den USA bereits wiederholt mit dem Entzug der Bestnote Aaa gedroht. Den Ausblick bewertet sie mit negativ. Auch Fitch hat die Top-Bewertung der weltgrößten Volkswirtschaft bereits mit einem negativen Ausblick versehen. Im August 2011 hatte S&P als erste der drei führenden Agenturen den USA ihre Topbonität entzogen.

Der Verhandlungsführer der oppositionellen Republikaner, John Boehner, warnte, dass milliardenschwere Haushaltskürzungen im nächsten Monat automatisch in Kraft treten dürften, wenn die Abgeordneten keine anderen Einsparungen fänden. Ein Kompromiss deutet sich aber nicht an. Die Republikaner wollen den Haushalt nicht mit Steuererhöhungen sondern Ausgabenkürzungen sanieren. Wegen des Haushaltsstreits drohen die USA in den kommenden Wochen die Schuldenobergrenze zu reißen.

 

(Reuters)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

17:52

Atari wird nach Pleite zerstückelt

14:55

Ford kehrt Australien den Rücken - 1200 Jobs weg

14:54

US-Arbeitslosenanträge sinken wieder

WERBUNG

Kommentare

0 Kommentare

Verbleibende Zeichen: 1500

09:08

Chinas Industrie im Rückwärtsgang

Konjunktur. Der HSBC-Index signalisiert erstmals seit Monaten einen Rückgang der Industrieproduktion in China.

06:28

Glencore könnte Iran-Sanktionen umgangen haben

Über Tauschgeschäfte haben Glencore und das ebenfalls in der Schweiz ansässige Handelshaus Trafigura Aluminium an eine Firma im Iran geliefert, heisst es in einem UNO-Bericht.

22.05.2013, 20:31

Tornado erzwingt weitere Geldflut

Milliardenschäden nach dem Tornado in Oklahoma ersticken jede Diskussion über eine Straffung der Geldpolitik im Keim. In Japan zeigen sich erste Nebenwirkungen.

22.05.2013, 20:24

IWF ziemlich ratlos: Was wirkt, schadet auch

Großbritannien: Die Wirtschaft liegt noch sechs Prozent unter Vorkrisen-Niveau. Und investiert wurde seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr so wenig.

22.05.2013, 09:16

Milliardenschaden durch Vogelgrippe in China

Geflügelbranche. Trotz der Tötung tausender Zuchtvögel starben bereits 36 Menschen. Schadenshöhe wird mit 6,5 Milliarden Dollar angegeben.

Umfrage

  • Wo kaufen Sie Ihre Lebensmittel am liebsten ein?
  • Nahversorger
  • Supermarkt
  • Einkaufszentrum
  • Internet