30.01.2016, 14:29

Keine Visa: Iran sagt Investoren-Konferenz in London ab

Dir iranische Päsident Hassan Rohani (li., bei seinem Besuch bei Frankreichs Francois Hollande) wird überall in Europa hofiert – für Unternehemsnvertreter ist es schwer, Visa zu bekommen / Bild: (c) APA/AFP/STEPHANE DE SAKUTIN (STEPHANE DE SAKUTIN)

Weil es die bitische Botschaft in Teheran nicht schaffte, den Vertretern iranischer Unternehmen Visa zu verschaffen, sagt der Iran eine Konferenz in London ab, bei der Investoren über Möglichkeiten informiert werden sollten, mit dem Iran nach Aufhebung der Sanktionen Geschäfte zu machen.

Der Iran hat eine im Februar geplante Konferenz in London für Investoren seines Öl- und Gasgeschäfts abgesagt. Die britische Botschaft in Teheran sei nicht in der Lage gewesen, für Vertreter iranischer Unternehmen Visa auszustellen, sagte der Vizechef der National Iranian Oil, Ali Kardor, der Wochenzeitung "Seda" am Samstag. Die Visa-Abteilung müsse ihre Arbeit erst noch aufnehmen.

Bei dem vom 22. bis 24. Februar geplanten Treffen sollten den Investoren, die nach Ende der Sanktionen mit der Islamischen Republik Geschäfte machen wollen, neue Öl- und Gasverträge präsentiert werden. Nun solle die Konferenz im Mai stattfinden, sagte Kardor.

Wegen Unsicherheiten im Zusammenhang mit den gegen die Islamische Republik wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen war die Konferenz bereits fünf Mal abgesagt worden. Die internationalen Strafmaßnahmen wurden erst im in diesem Monat aufgehoben. Iran hat angekündigt, seine Ölförderung massiv auszuweiten. Die Aussichten darauf haben mit zum rasanten Fall des Ölpreises in den vergangenen Wochen beigetragen.

Schon vor Aufhebung der Sanktionen hatten sich im November 135 Firmen, darunter die britische BP, die französische Total, die italienische Eni und die spanische Repsol in Teheran die Pläne vorstellen lassen. Das Vorhaben des pragmatischen Präsidenten Hassan Rohani ist innenpolitisch nicht unumstritten. Insbesondere Hardliner kritisieren Rohanis Erdölpolitik. Am Samstag löste die Polizei nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Tasnim vor dem Ölministerium in Teheran eine Demonstration von rund 50 Gegnern der Pläne auf.
 

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

23.07.2016, 17:20

G20-Länder sind gewappnet für Brexit-Folgen

23.07.2016, 16:05

Guten Appetit: Leiche liegt tagelang im Schnellrestaurant

23.07.2016, 10:16

Clinton nominiert Senator Kaine als Vize-Kandidat

Kommentare

0 Kommentare

23.07.2016, 09:22

G20 wollen mehr gemeinsame Steuer-Regeln

Deutschlands Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die großen Industrie- und Schwellenländer der G20 zu mehr steuerpolitischer Zusammenarbeit aufgefordert.

22.07.2016, 16:30

VW mit Vollbremsung in Südkorea

Vor dem Hintergrund der Ermittlungen zum Abgasskandal setzt Volkswagen den Verkauf von 79 seiner Modelle in Südkorea aus.

22.07.2016, 14:38

IWF-Chefin Lagarde muss vor Gericht

In der Causa des französischen Geschäftsmanns Bernard Tapie geht es um eine umstrittene Entschädigungszahlung.

22.07.2016, 07:11

Trump will die USA wieder großartig machen

Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner Donald Trump zieht mit dem Versprechen in die heiße Phase des Wahlkampfs, die USA wieder wohlhabend und sicher zu machen.

22.07.2016, 06:32

US-Finanzminister: Trotz Brexit keine Gefahr wie 2008-2009

Trotz der erwarteten globalen Wachstumsbremse durch den Brexit stehen die führenden Wirtschaftsnationen der Erde nach Einschätzung der USA nicht vor einer ähnlichen Herausforderung wie zu Zeiten der Bankenkrise von 2008-2009.

CMS Logo

Umfrage

  • Warum gehen Väter seltener in Karenz als Frauen?
  • Karrierenachteile
  • Angst vor Imageverlust
  • Finanzielle Einbußen
  • Keinen Rückhalt vom Chef
  • Es gehen genug Männer in Karenz

Die Redaktion empfiehlt