05.03.2016, 11:52  von APA / hg

Siegt Trump weiter? - Vorwahlen in fünf US-Staaten

Donald Trump eilt von Sieg zu Sieg - sehr zum Missfallen seiner Partei / Bild: (c) REUTERS (LAYNE MURDOCH JR.)

In fünf weiteren US-Bundesstaaten entscheiden heute Mitglieder und Anhänger der beiden großen Parteien über die Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen im November. Das Interesse konzentriert sich vor allem auf Donald Trump, der sehr zum Missfallen der Partei bei den Republikanern von Sieg zu Sieg eilt. Wieder hat ein Konkurrent das Handtuch geworfen.

In fünf US-Staaten gehen heute Vorwahlen im Rennen um die Kandidatur für das Weiße Haus über die Bühne. Sowohl Demokraten als auch Republikaner wählen in den zwei Staaten Kansas und Louisiana. Während nur die Republikaner in Kentucky und Maine wählen, sind es in Nebraska nur die Demokraten.

Die Führung der Republikaner versucht, den Milliardär und Quereinsteiger Donald Trump als Präsidentschaftskandidat ihrer Partei noch zu verhindern. In Umfragen führt überwiegend Trump, und er hat auch die meisten Staaten gewohnen, wo schon Vorwahlen stattfanden. Bei der Sammlung der nötigen Zahl an Parteitags-Delegierten konnte er sich aber noch nicht von seinen Konkurrenten absetzen.

In den Vorwahlstaaten der Demokraten lag in letzten Umfragen für Samstag die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton voran. Ergebnisse werden zu Mitteleuropäischer Zeit in der Nacht auf Sonntag erwartet.

Das Feld gelichtet

Mittlerweile lichtet sich das Kandidaten-Feld. Bei den Republikanern ist gerade der frühere Neuro-Chirurg Ben Carson ausgestiegen. Damit verbleiben dort noch vier Bewerber, bei den Demokraten zwei:

REPUBLIKANER:

Ted Cruz (45), Senator aus Texas. Der Harvard-Absolvent ist ein Liebling der Erzkonservativen und wendet sich an christliche Wähler. Er kam als Sohn eines kubanischen Einwanderers und einer US-Bürgerin in Kanada zur Welt und gehört zur Minderheit der Hispanics. Cruz ist mit dem republikanischen Establishment zerstritten und bei seinen Kollegen im Senat wenig beliebt.

John Kasich (63), ehemaliger Investmentbanker bei Lehman Brothers und Gouverneur von Ohio. Verfügt über langjährige Erfahrung in der Politik und wird als Kandidat der politischen Elite gehandelt, gilt jedoch als chancenlos.

Marco Rubio (44). Der Senator aus Florida wurde mit dem Aufkommen der Tea-Party-Bewegung gewählt, machte sich aber mit seiner Unterstützung einer gescheiterten Einwanderungsreform bei den Erzkonservativen unbeliebt. Im Laufe der Vorwahlen ist der Hispanic zum Hoffnungsträger des republikanischen Establishments geworden.

Donald Trump (69), Immobilien-Magnat. Durch seine TV-Auftritte landesweit bekannt und als Milliardär von Spenden unabhängig. Seine Erfolgsserie bei den bisherigen Vorwahlen überrascht Experten und politische Gegner. Kontrovers wegen seiner Äußerungen zu Einwanderern und Frauen sowie seiner undiplomatischen Wortwahl. Findet viele Anhänger bei Wählern, die wütend und enttäuscht von der politischen Elite in Washington sind.

DEMOKRATEN:

Hillary Clinton (68), ehemalige Außenministerin und Senatorin aus New York. Vertraut mit dem Weißen Haus aus ihrer Zeit als First Lady neben Präsident Bill Clinton. Gilt spätestens nach dem starken Abschneiden am Super Tuesday als Favoritin. Genießt ausgesprochen starken Rückhalt bei afroamerikanischen Wählern.

Bernie Sanders (74), parteiloser Senator aus Vermont, der sich selbst als demokratischer Sozialist beschreibt. Kämpft gegen die ungleiche Verteilung von Reichtum. Erhält Zulauf insbesondere von jungen Wählern.

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