25.02.2016, 13:41  von APA/schu

Prognose: Erste Group fährt wieder Jahresgewinn ein – Aktie soll Turbo zünden

Erste-Group-Chef Andreas Treichl / Bild: (c) APA/GEORG HOCHMUTH

Die Erste Group ist weiter auf Erholungskurs. Zumindest geht der Analystenkonsens davon aus, dass die heimische Bankengruppe bei ihrer Zahlenvorlage am morgigen Freitag für das Gesamtjahr 2015 klar in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt ist.

Berücksichtigt wurden Schätzungen von Citi, Raiffeisen Centrobank (RCB), Deutsche Bank und UBS.

Laut Deutsche Bank-Analysten dürfte die Erste Group im vierten Quartal 2015 von einem guten Kreditzyklus in den Kernmärkten profitiert haben.

Der Nettogewinn des Geschäftsjahrs 2015 wird von den Wertpapierexperten im Schnitt bei 926 Millionen Euro erwartet. Im Vorjahr hat noch ein Verlust von 1,442 Milliarden Euro zu Buche geschlagen. Die Prognosen für den Gewinn vor Steuern mitteln sich zu einem Betrag von 1,67 Milliarden Euro und lassen damit einen Verlust von 803,2 Millionen Euro 2014 hinter sich. Dieser dürfte vor allem von deutlich geringeren Kreditausfällen in allen Ländern getragen werden, schreiben die Experten der Deutsche Bank.

Die Experten der UBS gehen hingegen von höheren Risikokosten im vierten Quartal aus. Vor allem negative Einmaleffekte in Rumänien in Zusammenhang mit den Franken-Fremdwährungskrediten dürften diese erhöht haben. In Österreich erwarten sie dagegen eine Normalisierung.

Der Zinsüberschuss wird mit durchschnittlich 4,4 Milliarden Euro stabil erwartet. Ebenfalls kaum verändert wird das Betriebsergebnis von den Analysten bei 6,8 Milliarden Euro gesehen, nach 6,9 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Der Provisionsüberschuss dürfte den Schätzungen zufolge mit einem marginalen Rückgang von ein Prozent auf der Stelle treten.

Die Erste Group habe sich bei der Vorlage der Drittquartalszahlen bedeckt gehalten - bei der Präsentation der Zahlen zum Schlussquartal erwartet die RCB nun mehr Details. Unter anderem dürfte das mittlere einstellige Kreditwachstum bestätigt werden, so die Analysten.

Zudem sei die Bank gut auf Basel III vorbereitet, konstatieren die Analysten der Deutschen Bank. Mit einem verbesserten Ausblick rechnen die Analysten zwar noch nicht bei der Vorlage der Ergebnisse für das vierte Quartal, allerdings halten sie ein Upgrade im Laufe des Jahres für möglich. Die RCB-Experten erwarten, dass das Erste-Management die derzeitige Prognose bestätigt: Was einen Nettogewinn für 2016 zwischen 970 und 1,08 Milliarden Euro bedeuten würde.

Euphorischer Zielkurs für die Aktie

Auch für die Aktie sind die Analysten positiv gestimmt: 17 von 27 Experten empfehlen die Titel zum Kauf, ledigliich zwei raten zum Verkauf. Der durchschnittliche 12-Monats-Zielkurs liegt laut Bloomberg bei 31,59 Euro. Aktuell handelt die Erste Group-Aktie bei 24,55 Euro, was also einem Kurspotenzial von 28,7 Prozent entspricht.

Eine Kaufempfehlung stammt von den Wertpapierexperten der Credit Suisse. Sie sehen das Kursziel für die heimische Bank Erste Group bei 32,00 Euro. Die Kaufempfehlung lautet entsprechend "Outperform". Die Credit Suisse-Analysten halten die Erste Group-Aktien für preisgünstig, wie sie in einer Studie zum europäischen Bankensektor schreiben. Sie gehen davon aus, dass das Geldinstitut in der Lage ist, die finanzregulatorischen Hürden sowie eine verlängerte Periode mit niedrigen Zinsen zu überstehen.

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