26.02.2016, 07:05  von Oliver Jaindl

Jachtbranche in Europa vor Umbruch

Bild: Colourbox

Unter der Führung des steirischen Charteranbieters Pitter formiert sich eine europäische Allianz von Branchenunternehmen. Händler, Eigner und Urlaubsgäste sollen profitieren.

Im europäischen Jachtbusiness reift eine neue Branchengröße heran: Pitter Yachtcharter aus dem steirischen Hartberg hat die Nautic Alliance ins Leben gerufen. Ziel ist, einen europäischen Jachtkauf- und -vermietungsring zu etablieren. Fünf Unternehmen aus Großbritannien, Schweden, Holland, Deutschland und der Türkei sind der Nautic Alliance bereits beigetreten. „Unser Unternehmen kann nur mehr im Verbund mit anderen wachsen“, sagt Firmenchef Klaus Pitter.

Pitter ist mit 300 Booten größter Charteranbieter in Kroatien und in Europa die Nummer vier in der Branche. Vor allem Kroatien ist unter heimischen Seglern beliebt. Das Charterbusiness baut auf Bootseignern auf. Diese kaufen oder leasen Jachten und lassen diese verchartern. Mit den Einnahmen aus der Vermietung werden die Kosten der Jacht und die Abwicklung der Urlaube der Chartergäste gedeckt. Und am Ende sollte auch eine Rendite für den Eigner übrig bleiben. Diese hängt von der Bootsgröße und der Auslastung ab. Allerdings bleiben Synergien auf der Strecke, wenn jeder Vercharterer für sich allein Flotten betreibt. Daher hatte Pitter im Vorjahr die Idee, die Allianz aus der Taufe zu heben: „Der größte Synergieeffekt ist, dass Schiffe in Reviere verkauft werden können, in denen das bis jetzt nicht möglich war.“ So kann beispielsweise ein holländischer Segler direkt bei seinem Händler vor Ort ein Boot kaufen. Will der Eigner etwa in der Türkei segeln, wird er direkt an den dortigen Partner weitervermittelt. Dieser übernimmt das neue Boot, verchartert und wartet es, ohne dass sich der Eigner selbst um Details kümmern muss.

Modell wie in der Luftfahrt

Im Gegenzug bieten die Allianzteilnehmer in der reinen Vermietung Boote ihrer Partner an und erhöhen somit das Angebot an ihre Kunden. Die Unternehmen treten dabei „wie bei der Star-Alliance in der Luftfahrt“, so Pitter, unter ihrem eigenen Namen auf, verweisen aber auf ihre Mitgliedschaft in der Nautic Alliance.
Pitter hat bereits ein eigenes IT-System implementieren lassen, über das sämtliche Buchungen in der Bootsvercharterung der Alliance laufen. Flankiert wird dies von einem Bewertungssystem. Dieses basiert auf Kundenmeinungen sowohl im Charter als auch im Verkauf von Jachten. Mitglieder des nautischen Verbunds müssen bei der Bootsvermietung 90 Prozent positive Bewertungen erreichen.

Dieser Bericht wird in redaktioneller Unabhängigkeit in Kooperation mit Pitter Yachtcharter erstellt.

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■ Bereits zum 21. Mal geht heuer in Kroatien der Business-Cup über die Bühne. Die Regatta gehört zum Fixpunkt im immer bunter werdenden kroatischen Regattakalender. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Unternehmen und bietet neben seglerischen Herausforderungen auch gute Gelegenheit zum Netzwerken. Die teilnehmenden Crews sind bunt gemischt: Teams kleiner Ingenieurbüros kämpfen ebenso wie Mitarbeiter großer Unternehmen um Wettfahrtplatzierungen und das Blaue Band für das schnellste Schiff. Das WirtschaftsBlatt ist medialer Kooperationspartner des Business-Cups und wird online auf www.wirtschaftsblatt.at/yachting live von der Regatta berichten.

■ Die Teilnahme beim Business-Cup (28. Mai bis 1. Juni) kostet 260 € pro teilnehmender Jacht und 280 € je mitfahrender Person. Darin sind auch Frühstück und der Besuch der Abendveranstaltungen nach dem harten Regattatag inkludiert. Die Segler treten in einer offenen Klassen oder in der Einheitsklassen Bavaria Cruiser 40S mit Spinnaker und Bavaria Cruiser 45 mit Gennaker an. 

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