10.03.2016, 06:33  von apa

Uniqa Versicherung steigert Ergebnis, erhöht Dividende & reduziert die Zahl der Vorstandsmitglieder

Bild: REUTERS/Heinz-Peter Bader

Uniqa verschmilzt alle heimischen Gesellschaften und reduziert die Zahl der Vorstandsmitglieder.

Der UNIQA-Versicherungskonzern nimmt eine radikale Strukturänderung vor: Alle operativen Versicherungen im Inland werden miteinander verschmolzen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder reduziert sich damit von 22 auf 10 Personen. Damit richte man sich an den strategischen Zielen und Herausforderungen der Zukunft aus, erklärte die UNIQA Group am Mittwochabend.

Konkret sollen in Österreich bis spätestens im 1. Quartal 2017 die Raiffeisen Versicherung AG, die Salzburger Landes-Versicherung AG und die FinanceLife Lebensversicherung AG mit der UNIQA Österreich Versicherungen AG als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen werden. Dadurch sinkt - samt darüber stehender Holding - die Zahl der Vorstände im genannten Ausmaß, da die an der Börse notierte Konzern-Holding UNIQA Insurance Group AG künftig mit 3 statt 5 Vorständen auskommen soll. Die neue Konzernstruktur steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.

Vorstand der Uniqa

Den Vorstand der UNIQA Insurance Group AG bilden ab 1. Juni 2016 Andreas Brandstetter (CEO) Kurt Svoboda (CFO/CRO) und - neu im Vorstand - Erik Leyers, COO. Ihre Vorstandsmandate laufen bis 30. Juni 2020. Kurt Svoboda und Erik Leyers übernehmen in Personalunion die gleichen Vorstandsfunktionen auch bei UNIQA Österreich Versicherungen AG und bei UNIQA International AG.

Die bisherigen Holdingvorstände Hannes Bogner und Thomas Münkel werden auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheiden, Wolfgang Kindl konzentriert sich auf seine Aufgaben als Vorstandschef der UNIQA International AG.

Den Vorstand von UNIQA Österreich Versicherungen AG bilden ebenfalls ab 1. Juni 2016 Hartwig Löger (Vorsitzender, Vertrieb), Klaus Pekarek (Bankenvertrieb), Kurt Svoboda, (Finance & Risk), Erik Leyers (Operations), Peter Eichler (Personenversicherung) und Andreas Kößl (Sachversicherung). Peter Eichler und Andreas Kößl übernehmen in Personalunion die gleichen Vorstandsfunktionen auch in der UNIQA International AG.

Den Vorstand von UNIQA International AG bilden ab 1. Juni 2016 Wolfgang Kindl (Vorsitzender), Zoran Visnjic (Vertrieb), Johannes Porak (Bankenvertrieb), Kurt Svoboda, (Finance & Risk), Erik Leyers (Operations), Peter Eichler (Personenversicherung) und Andreas Kößl (Sachversicherung).

UNIQA erhöht Dividende

Nach einem Anstieg des Vorsteuergewinns um fast 12 Prozent im Vorjahr erhöht die UNIQA Versicherung für 2015 die Dividende im selben Ausmaß von 42 auf 47 Cent je Aktie. Mit einem EGT von 422,8 Millionen  Euro lag man etwas über den Prognosen, aber leicht unter der eigenen Guidance, die bis Herbst auf zumindest 425 Millionen Euro gelautet hatte. 2016 könnte sich das Ergebnis investitionsbedingt halbieren.

Heuer wird die UNIQA ihr umfassendes mehrjähriges Innovationsprogramm im Ausmaß von rund 500 Millionen Euro starten. Es sieht ein Re-Design des Geschäftsmodells sowie den dazu nötigen personellen Kompetenzaufbau und auch IT-Investments vor. Diese erheblichen Ausgaben würden "zu einem guten Teil in 2016 wirksam", erklärte die UNIQA am Mittwochabend und würden sich damit in einer veränderten Ergebniserwartung niederschlagen. Zusammen mit dem anhaltend schwierigen Umfeld (Konjunktur, Niedrigzinsen, sinkende Kapitalerträge und Polit-Unsicherheiten in einzelnen Märkten) erwarte man für 2016 ein gegenüber 2015 "um bis zu 50 Prozent reduziertes Ergebnis".

Das Konzernergebnis (nach Steuern und Minderheitenanteilen) steigerte die UNIQA 2015 um 14,2 Prozent auf 331,1 Millionen Euro, wie am Vorabend des Bilanzpressegesprächs von Donnerstag erklärt wurde. Der finale Geschäftsbericht mit geprüften Zahlen soll am 14. April publiziert werden.

Die verrechneten Prämien - samt Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung - stiegen um 4,3 Prozent auf 6,325 Milliarden Euro. Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt nach IFRS (also ohne Sparanteile der Fonds- und Indexpolizzen) wuchsen um 6,0 Prozent auf 5,634 Milliarden Euro.

Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt stiegen um 5,1 Prozent auf 4,608 Milliarden Euro und wuchsen damit etwas langsamer als die abgegrenzten Prämien. Die Kosten (Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb) bleiben 2015 mit 1,299 Milliarden Euro auf dem Niveau des Jahres davor.

Die Konzernkostenquote nach Rückversicherung verbesserte sich von 22,2 auf 21,3 Prozent. Die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen an den Prämieneinnahmen - verbesserte sich (nach RV) von 99,6 auf 97,8 Prozent.

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