23.03.2016, 11:50  von APA/schu

Lenzing verdoppelt Dividende nach kräftigem Gewinnsprung

Lenzing-Vorstandsvorsitzender Stefan Doboczky / Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Beim Faserhersteller Lenzing zeigt das seit Jahren gefahrene Sparpaket Wirkung. Nach einem kräftigen Gewinn- und Umsatzanstieg im vergangenen Jahr will der Konzern eine doppelt so hohe Dividende ausschütten.

"Es war ein sehr gutes Jahr. Für die Zukunft haben wir uns aggressives Wachstum vorgenommen", sagte Lenzing-Chef Stefan Doboczky am Mittwoch bei der Präsentation der Jahresergebnisse.

Dank höherer Preise, Mengensteigerungen und günstiger Währungseffekte steigerte Lenzing nach drei Jahren rückläufiger Umsätze den Konzernumsatz 2015 um 6 Prozent auf 1,98 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 21 Prozent auf 290 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg von rund 22 auf 151 Mio. Euro. Unter dem Strich schrieb Lenzing wieder schwarze Zahlen: Der Nettogewinn betrug 124 Mio. Euro, nach einem Verlust von 14 Mio. Euro im Jahr davor.

Aufgrund der guten Ertragslage werde der Vorstand der Hauptversammlung eine Verdoppelung der Dividende von 1 auf 2 Euro je Aktie vorschlagen, kündigte Doboczky an. Mehrheitseigentümer von Lenzing ist B&C (67,57 Prozent). Die Oberbank hält 5,23 Prozent. An der Börse kamen die Zahlen heute jedenfalls gut an. Um 11.40 Uhr war das Papier um 5,5 Prozent im Plus.

Daran mag auch der Ausblick gelegen sein. Sofern die Fasermarktverhältnisse und Währungsrelationen unverändert bleiben, erwartet der Vorstand für 2016 einen deutlichen Ergebnisanstieg. Beim EBITDA geht das Management von jährlichen Steigerungsraten von 10 Prozent bis 2020 aus. Der Anteil von Spezialfasern am Umsatz soll von derzeit 40,5 Prozent auf 50 Prozent im Jahr 2020 steigen.

Lenzing litt lange unter einem Preisverfall am Fasermarkt. "Im zweiten Halbjahr 2015 haben wir die Preise dann wesentlich erhöhen können", so Doboczky. Auch der Ausblick sieht diesbezüglich positiv aus. Im für Lenzing relevanten Marktsegment der Cellulosefasern deute sich für 2016 eine positivere Entwicklung an als am Gesamtfasermarkt. Die Nachfrage nach Cellulosefasern sei stark und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage positiv.

Hielt Lenzing die Investitionen nun längere Zeit flach, will der Faserhersteller künftig wieder mehr Geld in die Hand nehmen. Doboczky sprach von Großinvestitionen, die anstünden, über die er aber noch nicht sprechen könne. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Lenzing seinen konzerneigenen Anlagenbau - Lenzing Technik - doch nicht verkaufen wird.

Aktuell beschäftigt der Faserkonzern weltweit rund 6.130 Personen, mehr als die Hälfte davon in Österreich. Lenzing hat Werke in China, Indonesien, USA, England, Tschechien und Österreich.

30.08.2016, 22:36

US-Regierung kritisiert EU wegen Apple-Entscheidung

30.08.2016, 20:20

Saurüssel macht auf leicht und lustig

30.08.2016, 20:19

Arthur Arbesser und Iceberg gehen getrennte Wege

Kommentare

0 Kommentare

19.08.2016, 13:48

"Alt-Wien"-Kindergärten einen weiteren Schritt näher am Aus

Laut Stadt Wien bleibt der "Alt-Wien"-Betreiber Richard Wenzel weiterhin die geforderte Bankgarantie schuldig. Stadt Wien: Mit einer Rettung von "Alt-Wien" sei nicht mehr zu rechnen.

19.08.2016, 13:26

Gericht: VW darf Anspruch auf fehlende Zuliefererteile vollstrecken

Im Rechtsstreit mit Zulieferern hat der deutsche Autohersteller VW alle nötigen Voraussetzungen für die Herausgabe fehlender Teile erwirkt. Lieferstopp lähmt Europas Branchenprimus derzeit bis hin zum Fabrikstillstand.

19.08.2016, 13:14

Insolvent am 19. August 2016

Täglich aktuell auf wirtschaftsblatt.at: Diese Insolvenzen hat der KSV1870 mit heutigem Datum registriert.

19.08.2016, 13:04

VW-Lieferstopp: IG Metall warnt vor negativen Folgen für Beschäftigte

Die deutsche Gewerkschaft IG Metall warnt davor, den Streit mit VW auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen. Falls es in der Folge zu einem Produktionsstopp käme, würde der gesamte Zuliefererbereich Probleme bekommen.

19.08.2016, 12:52

Steuern: "Tax Freedom Day" heuer erstmals seit Jahren nicht später

Erstmals seit Jahren bleibt der "Tax Freedom Day", auf deutsch Selbsteinkommenschwellentag, heuer gleich wie im Vorjahr.

Umfrage

  • Warum gehen Väter seltener in Karenz als Frauen?
  • Karrierenachteile
  • Angst vor Imageverlust
  • Finanzielle Einbußen
  • Keinen Rückhalt vom Chef
  • Es gehen genug Männer in Karenz