29.07.2008, 10:04  von Karl Leitner/Oberösterreich

Weyland und Gienger spielen jetzt in der Top-Liga

Bild: WB/Leitner

Weyland hat sein Sanitärgeschäft in ein Joint Venture mit der deutschen Gienger-Gruppe eingebracht. Die neue Firma schließt zu den Top drei auf.

St. Florian am Inn. Der Innviertler Stahl- und Sanitär­großhändler Weyland hat mit der deutschen Sanitär-Gruppe Gienger das Joint Venture „Österreichische Haustechnik-Holding" gegründet. An der Firma hält die Gienger-Gruppe 60 und Weyland 40 Prozent der Anteile.

„Das bedeutet einen völligen Neustart in der Sparte, von dem wir uns sehr viel erwarten", sagt Weyland-Geschäftsführer Norbert Thumfart. Er wird künftig gemeinsam mit einem von Gienger eingesetzten Geschäftsführer Chef des Sanitärgroßhändlers sein.
Die Firma rückt mit einem Umsatz von 130 Millionen € und 340 Mitarbeitern auf Anhieb zu den großen drei der Branche in Österreich (ÖAG, SHT und Holter) auf. Zuletzt hatte Weyland mit der Sanitär-Sparte in Österreich 80 Millionen € Umsatz erzielt.

Gienger hat erst im Herbst im Zuge des Verkaufs der Rieder Firma Eisen Wagner an Arcelor Mittal deren Sanitär-Sparte übernommen, was den Einstieg in das Österreich-Geschäft bedeutete. In Deutschland zählt die Gienger-Gruppe mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden € zu den größten der Branche.

Firmen umstrukturiert

Laut Thumfart ist dem Deal eine Umstrukturierung in der Weyland-Gruppe sowie des Weyland-Partners Schmidt´s vorausgegangen. So wurde von vier Firmen - Steiner Salzburg, Weyland Schärfung, Schmidt's Bürs und Schmidt's Weyland Tiefbaugroßhandel - das Sanitärgeschäft herausgelöst und deren Fachabteilungsleiter als Kommanditisten von vier neuen Sanitärgesellschaften eingesetzt. Weyland ist 2004 mit dem Kauf der Salzburger Firma Carl Steiner groß in den Sanitärgroßhandel eingestiegen. Hauptgeschäft bleibt mit 60 Prozent Umsatzanteil der Stahlhandel. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent Otto Weyland.

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