24.11.2009, 10:14  von Sabine Berger/WB

Heinz Fischer verdient mehr als Barack Obama

Bild: Heinz Fischer (WB / Mayr)

Das rot-weiß-rote Staatsoberhaupt erhält jährlich 319.872 € - und wird somit besser entlohnt als der US-Präsident. Allerdings hat Fischer auf eine Amtsvilla verzichtet.

Wien/Brüssel. Bundespräsident Heinz Fischer hat am Montag seine Ambitionen für einen Verbleib in der Hofburg öffentlich kundgetan. Die Wahl findet am 25. April 2010 statt. Dabei geht es nicht nur um die ehrwürdige Funktion an der Spitze des Staates, sondern auch um ein stattliches staatliches Einkommen.

Der österreichische Bundespräsident verdient brutto 22.848 € im Monat - mal 14 ergibt das ein Jahresgehalt von 319.872 €. Eigentlich hätte der monatliche Bezug mit Juli um 730 € erhöht werden sollen. Der Nationalrat hat im Mai aber beschlossen, die inflationsbedingte Anpassung der Einkommen von Nationalratsabgeordneten, Kanzler und Bundespräsident auf Anfang 2011 zu vertagen.

199.000 € plus Aufwandsgeld für Köhler

Nichtsdestotrotz wird der Hausherr in der Hofburg (zumindest brutto) höher entschädigt als US-Präsident Barack Obama und andere prominente Kollegen: Das jährliche Einkommen von Barack Obama wird mit rund 400.000 US-$ beziffert - nach derzeitigem Wechselkurs sind das 270.000 €. In einer ähnlichen Größenordnung, mit etwa 300.000 € jährlich, dürfte der neue EU-Ratspräsident entlohnt werden.

Für Deutschlands Bundespräsident Horst Köhler ist für dieses Jahr ein Gehalt von 199.000 € veranschlagt. Dazu kommt ein Aufwandsgeld von 78.000 €. Aus dem Topf muss Köhler aber auch die Kosten des Haushaltspersonals seiner Amtswohnung bestreiten.

Nachschlag für Sarkozy 

Für Aufregung in Frankreich sorgte ein Gehaltssprung von Präsident Nicolas Sarkozy. In Folge eines Beschlusses von Herbst 2007 wurde sein jährliches Salär laut Agenturberichten von 101.500 € auf 240.000 € mehr als verdoppelt. Vergleichsweise niedrig nimmt sich das offizielle Gehalt des Kreml-Chefs aus: Russlands Präsident Dimitri Medwedew bezifferte sein Einkommen 2008 laut Interfax mit knapp 90.000 €.

Die Einkommen der Staatschefs lassen nur bedingt Rückschlüsse auf ihre Lebensstile zu: Während das Gros der Präsidenten in Amtsvillen residiert, hat Fischer zum Beispiel auf die ihm zustehende Villa auf der Hohen Warte verzichtet und nimmt mit einer Wohnung im achten Wiener Gemeindebezirk (Josefstadt) vorlieb.

Wohnkosten der anderen Art hat die britische Queen: Sie muss sich um vier Schlösser kümmern. Im mit März abgelaufenen Finanzjahr wurde sie vom Staat mit insgesamt 41,5 Millionen Pfund (46 Millionen €) bedacht. 15,5 Millionen fließen in die Gebäudeerhaltung, knapp 14 Millionen Pfund sind für den Hofstaat und für repräsentative Aufgaben vorgesehen. Den Spaniern sind ihre gekrönten Häupter indes 8,9 Millionen € wert - so viel erhält der königliche Haushalt heuer.

Manager kriegen mehr

Detail am Rande: Im Vergleich zu Managergehältern im staatsnahen Bereich verblasst der Lohn des österreichischen Bundespräsidenten. So lag das durchschnittliche Einkommen eines Vorstands der glücklosen Austrian Airlines laut Bericht des Rechnungshofs im Jahr 2006 bei 681.800 €.

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Kommentare

7 Kommentare

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verfasst am 20.01.2015, 07:36

Gast: Joe meint

Für einen Job ohne Verantwortung ist sowas ein Schlag ins Gesicht der Bürger die immer höhere Steuern und Abgaben leisten müssen.
Es muss bald zum Aufstand der zahlenden Bevölkerung kommen, die Gier und das Schmarotzertum der Leistungsempfänger in unserem Staat ist unerträglich.

verfasst am 25.11.2009, 18:10

...ist aber trotzdem kleiner und wächst auch nicht mehr.

verfasst am 25.11.2009, 16:54

Es wäre interessanter, was der BP im Vergleich zu P Obama den Steuerzahler kostet. Also inklusive Weisses Haus, mit allen Hausangestellten, Repräsentationsaufwendungen inkl Garderobe, Reisespesen usw. Kann mir vorstellen, dass das Gehalt P. Obamas eher den Charakter eines "Taschengeldes" hat, während jenes von BP Fischer schon noch irgendwie ein Salär ist.

verfasst am 24.11.2009, 21:53

Keine Technikabsolventen auf der uni,keine Hochgeschwindigkeits-Bahn wie in den Industriestaaten,keine nord -süd Alpentunnels wie in der Schweiz,keine richtige Flugzeugindustrie,keine Atomkraftwerke wie rund um Österreich und noch immer keine Brücke über die March.In der Slowakei wird das VW-Werk um eine Milliarde ausgebaut,naja wer braucht den ÖGB; außer den Beamten niemand .
Ein paar bseudointelektuelle grüne Spinner und sonst Beamten und Genossen.Sie sagen uns nicht ,was sie in den Gemeinden verzockt haben.
Wir Steueträger haben den Verwaltungsterror zu bezahlen.
Auf der Krankenversicherung ein Stempel für eine Bewilligung und sechs Leute schauen zu,da kommts auf einen Fischer auch nicht- mer an

verfasst am 25.11.2009, 07:23

Gast: ET meint

verfasst am 25.11.2009, 08:19

Gast: paul meint

wenn ich mir den gehalt von bp anschaue, wird mir schlecht und wider demnächst eine erhöhung um 780€ spei......ich bin 60 jahre, bekomme seit 2 jahren keine arbeit und eine arbeitslose von sage und schreibe 930 € . wir sind leider die melkuh der nation, dass mit den autofahrern war einmal,

verfasst am 24.11.2009, 19:21