13.07.2010, 16:01  von Birgit Köhlmeier/Vorarlberg

Das Comeback von Julius Blum

Bild: beigestellt

Historisch hart wurde der Beschlägehersteller Julius Blum GmbH von der Krise getroffen. Gestählt geht das Vorarlberger Parade-Unternehmen aus ihr hervor.

Erstmals in der Unternehmensgeschichte hatte der Beschlägehersteller Julius Blum GmbH 2008/09 einen Umsatzeinbruch von neun Prozent zu verkraften. Von diesem Tief habe sich das Unternehmen ohne Personalabbau erholt, betont Geschäftsführer Gerhard Blum: „Bis Dezember 2009 war der Umsatz noch deutlich rückläufig , seit Jänner liegen wir klar über den Vorjahreszahlen." 2009/10 steigerte der Beschlägehersteller den Umsatz um 2,1 Prozent auf 1,04 Milliarden €.

Während in Nordamerika Umsatzrückgänge verkraftet werden mussten, verzeichneten West- und Osteuropa Steigerungen. Grund zum Optimismus geben deutliche Umsatzzuwächse im asiatisch-pazifischen Raum und in Südamerika.

Verkehrsprobleme

Dennoch ist nicht alles rosig. Schwierigkeiten bereiten einerseits die stark schwankenden Rohstoffpreise und andererseits Transportprobleme in Vorarlberg. Blum produziert zum größten Teil im Ländle. 2009 wurde mit einem Investitionsaufwand von rund 42 Millionen € das Werk 7 in Dornbirn gebaut und in Betrieb genommen. Von hier aus werden jährlich 5200 Tonnen Waren ausgeliefert.

„Es gibt hier einen eigenen Bahnanschluss, von dem aber täglich nur ein Güterzug Richtung Wien gefahren werden kan", sagt Geschäftsführer Hubert Ploner. Transporte zu den Überseehäfen an der Nordsee werden seit Jahren über die Schweiz abgewickelt, die SBB habe sich Kapazitäten auf der sogenannten Rheinschiene gesichert. Am Güterbahnhof Wolfurt seien die Kapazitätsgrenzen längst überschritten. Der Ausbau werde immer wieder verschoben und im Süddeutschen Raum seien zudem die Bahnverbindungen schlecht. Bei den Transportmöglichkeiten auf der Straße sieht es nicht viel besser aus. Der schon seit vielen Jahren diskutierte Anschluß zur A14 soll gebaut werden, aber frühestens 2017.

 

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