16.11.2012, 11:33  von Stefan Mey

Online-Gutscheine kosten Bank Austria 21 Millionen €

Bild: WB / MAYR Elke

E-Banking. Online-Kunden der Bank Austria erhalten als Entschuldigung einen Gutschein über 30 Euro. Indes setzen sich Wartungsarbeiten und Ausfälle fort.

Wien. Nach dem von technischen Pannen begleiteten Relaunch des E-Bankings bietet die Bank Austria ihren OnlineBanking- und BusinessNet-Kunden Gutscheine im Wert von jeweils 30 € an - bei 700.000 betroffenen Kunden könnte das die Bank somit 21 Millionen € kosten. Wie hoch die Kosten tatsächlich sein werden, werde davon abhängen, wie viele Kunden das Gutschein-Angebot in Anspruch nehmen, sagte Bank-Austria-Sprecher Matthias Raftl zur APA. Die Gutscheine stünden jedenfalls unbefristet zur Verfügung.

Die Gutscheine stehen OnlineBanking und BusinessNet Kunden in der letzten Novemberwoche nach dem Einstieg ins OnlineBanking und BusinessNet als Download bereit. Dabei kann aus Gutscheinen verschiedener Unternehmen unterschiedlichster Branchen ausgewählt werden; das Spektrum reicht von Lebensmittelhandel, Einrichtungshäusern, Kosmetik, Weinhandel, Sportartikeln über Bücher bis zu Baumärkten. Es besteht auch die Möglichkeit, die Summe von 30 Euro einem karitativen Zweck zukommen zu lassen.

Weitere Probleme ante portas

In der vergangenen Nach von Donnerstag auf Freitag wurden erneut Wartungsarbeiten beim Online-Banking und BusinessNet der Bank Austria durchgeführt; für Kunden war das System während dieser Zeit offline. In einer Mitteilung an die Kunden kündigte die Bank an, dass in den nächsten Wochen weitere Updates geplant sind, um "die Online-Funktionalitäten weiter zu optimieren". Vergangene Woche hatte die Bank Austria eigentlich bereits verkündet, die gröbsten Probleme behoben zu haben.

Die Pannen gelten inzwischen als Musterbeispiel für einen misslungenen Relaunch im Banking-Bereich - das mittlerweile auch die Finanzmarktausfsicht (FMA) beschäftigt. "Natürlich schauen wir uns an, wie das passieren konnte", sagt FMA-Vorstand Helmut Ettl. Schlussendlich sei jede IT-Umstellung mit besonderer Sorgfalt anzugehen. Jeder wisse aber, dass dabei ein Restrisiko bestehe.

Auch bei anderen Großbanken, darunter Raiffeisen, stehen in den nächsten Jahren große EDV-Umstellungen an. "Wir werden uns anschauen, welche Erfahrungen gemacht werden, und was bei den anderen Banken dabei zu beachten ist", sagte Ettl am Rande einer Pressekonferenz am Dienstag.

 

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Kommentare

2 Kommentare

Verbleibende Zeichen: 1500

Welche 700.000 Kunden ? Würde dieses Wunschdenken stimmen, wären auch die EUR 21 Mio. leicht verkraftbar... :-)

verfasst am 20:23 16.11.2012

rolli1950 meint

bei einem nettogewinn von über einer milliarde für heuer, wird dies wohl aus der portokasse bezahlt werden können . !

verfasst am 11:25 16.11.2012

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