20.12.2012, 13:13

Casinos Austria-Zuschlag für „Stadtpaket"

Casinos Austria-Chef Karl Stoss / Bild: (c) WB/Elke Mayr

Lizenzen. Das Konzessionsverfahren für das so genannte "Stadtpaket" ist abgeschlossen, sechs Spielbank-Konzessionen wurden vergeben.

Wien. Das Bundesministerium für Finanzen informiert, dass der unabhängige beratende Beirat nach genauer Prüfung der umfangreichen Unterlagen seinen Abschlussbericht über das Ergebnis seiner Beratungen für die Erteilung von sechs Spielbank-Konzessionen erstellt hat. Die sechs europaweit ausgeschriebenen Konzessionen gehen an das Unternehmen "Casino Austria AG". Die vergebenen Konzessionen gelten ab dem 1. Jänner 2013 und sind für 15 Jahre gültig.

Die Konzessionen enthalten die Berechtigungen an den Standorten Bregenz, Innsbruck, Salzburg, Graz, Linz und Wien je eine Spielbank zu betreiben. Laut Abschlussbericht haben alle drei Antragsteller die gesetzlich erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.
Laut Finanzministerium spielten bei der Vergabe vor allem Sicherheitskriterien eine Rolle. „Insbesondere die Instrumente zum Spielerschutz und zur Spielsuchtvorbereitung sowie die Maßnahmen zur Vorbeugung von Geldwäsche und Kriminalität" wurden in der Entscheidung berücksichtigt.

Weitere Konzessionen

Die Auswertung der Anträge für das "Landpaket", dessen Bewerbungsfrist im Mai 2012 abgelaufen ist, läuft derzeit. Die Ausschreibung für die künftig zusätzlichen drei Einzelkonzessionen wurde Ende November 2012 gestartet.

Novomatic prüft

Automatenhersteller und Glücksspielbetreiber Novomatic reagiert umgehend auf die Aussendung des Finanzministeriums: „Wir werden den Bescheid im Umfang von 575 Seiten über die Weihnachtsferien von unseren Anwälten analysieren lassen und Ende Jänner über die weitere Vorgangsweise entscheiden."

Allerdings zeigt man sich bei Novomatic von der Konzessionserteilung des Stadtpaketes an die Casinos Austria AG nicht überrascht: „Daher behalten wir uns eine Beschwerde gegen die Paketlösung beim Verfassungsgerichtshof vor."

Weiter Hintergünde lesen Sie in der Freitag-Ausgabe des WirtschaftsBlatt.

(ekh)

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