23.12.2012, 00:21

Salzburg: Im Wohnbaufonds fehlt kein Geld

Bild: APA BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

m Land Salzburg wird weiter nach 400 Millionen Euro gesucht, die bei der Bundesfinanzierungsagentur an Krediten aufgenommen worden sind.

Salzburg.  Wo das Geld geblieben ist, konnte auch eine fast vierstündige Sitzung des Wohnbauförderungsbeirats am Samstag, nicht klären. "Im Wohnbaufonds fehlt kein Geld und es wurden auch keine Mittel des Fonds verspekuliert", stellte Wohnbaureferent Landesrat Walter Blachfellner (SPÖ) im Gespräch mit der APA klar.

   Der Landeswohnbaufonds habe vom Land Salzburg insgesamt 605 Millionen Euro an Fremdmittel übertragen bekommen. "Nur dafür sind wir verantwortlich", sagte Blachfellner. Dieses Geld scheine in der Bilanz vom 31. Dezember 2011 auf und sei ordnungsgemäß verwendet worden. Bei der Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) wurden durch das Land Salzburg allerdings namens des Fonds 1,05 Mrd. Euro aufgenommen. Der Verbleib des Differenzbetrags von 400 Mio. Euro ist unklar.

   Als Konsequenz aus dem Finanzskandal empfiehlt der Beirat einstimmig, dass es künftig einmal jährlich einen Bericht des Fonds an den Landtag geben wird. Außerdem soll es für die Geschäftsführung des Fonds in Hinkunft eine Geschäftsordnung geben, berichtete VP-Landesrat Sepp Eisl nach der Sitzung. Er verlangt auch weitere Unterlagen über die Konstruktion des Fonds sowie Aufstellungen über frühere Wertpapierveranlagungen.

   Ausführlich diskutiert wurde in der Sitzung eine "innere Anleihe" des Fonds an das Land in der Höhe von 247,5 Mio. Euro. Es sei kaufmännisch nicht verständlich, dass der Fonds für langfristige Verbindlichkeiten an das Land 2,78 Prozent Zinsen zahle. Gleichzeitig gebe der Fonds dem Land eine kurzfristige innere Anleihe, für die er 1,05 Prozent an Zinserträgen erhalte, kritisierte Fritz Wiedermann, der für die FPÖ im Wohnbauförderungsbeirat sitzt. Dadurch gingen dem Fonds drei Mio. Euro pro Jahr verloren. Blachfellner verwies in diesem Zusammenhang auf unterschiedliche Laufzeiten der Kredite. Das bedinge ein unterschiedliches Zinsniveau.

(APA)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

23.05.2013, 23:41

Salzburger Bäcker nascht am Hype um David Alaba kräftig mit

23.05.2013, 23:20

Champions League wird für TV-Sender zur Goldgrube

23.05.2013, 21:45

Rumpold: Die Schwachpunkte in seiner Verteidigung

WERBUNG

Kommentare

2 Kommentare

Verbleibende Zeichen: 1500

chrisliom meint

Tolle Buchhaltung ich werde bei meiner naechsten Steuerpruefung auch sagen ich weis nicht wo die 2 Millionen USt sind. Mal sehen ob das dann auch zu keinen Reaktionen fuert. Es lebe der Rechtsstaat und die ehrlichen Politiker und ihre Guenstlinge.

verfasst am 10:37 23.12.2012

jokaor meint

die 400 millionen haben sich, wie es ausieht, wohl in luft aufgelöst

verfasst am 10:00 23.12.2012

23.05.2013, 21:43

Heftiges Tauziehen um Bad Bank

Hypo Alpe Adria. Für die Hypo kommen zwei Varianten einer Bad Bank infrage. Die erste wäre direkt bei der Republik angesiedelt, die andere wäre eine davor geschaltete Zwischengesellschaft. Die EU macht bereits kräftig Druck.

23.05.2013, 21:12

Österreichs Goldreserven zwei Milliarden € weniger wert

Notenbank. Die 280 Tonnen Gold der OeNB sind nach dem Kurssturz nur mehr 9,7 Milliarden € wert. Gegenüber dem Jahresbeginn ist das ein Wertverlust von 17 Prozent.

23.05.2013, 20:42

Massive Kritik am Passivhaus

Green Economy. Das Passivhauskonzept gehört angepasst, um ab 2020 zur Richtlinie erhoben zu werden: Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Auch die Leistbarkeit gilt als problematisch.

23.05.2013, 20:29

Illumination Network Systems geht ein Licht auf

Innovation. Mit neuen Sensoren will das Wiener KMU durchstarten und andere Unternehmen einleuchten.

23.05.2013, 19:09

Bei Dayli spitzt sich die Lage zu

Handel. Der Ausstieg von Novomatic, Zahlungsprobleme mit den Lieferanten und die schleppende Umrüstung der Filialen bringen den Nahversorger Dayli in eine „ernste Lage“.

Umfrage

  • Wo kaufen Sie Ihre Lebensmittel am liebsten ein?
  • Nahversorger
  • Supermarkt
  • Einkaufszentrum
  • Internet