29.12.2012, 13:13

„Da kommt mir die Galle hoch"

Im Radio-Interview nimmt sich Hans Peter Haselsteiner kein Blatt vor den Mund / Bild: (c) WB/Guenther Peroutka

Ansagen. „Im Journal zu Gast" spricht Strabag-Boss Hans Peter Haselsteiner Klartext zu Spekulation, Korruption, Expansion - und Stronach.

Wien/Erl. Bis 2014 ist Hans-Peter Haselsteiner noch Herr über den derzeit viertgrößten europäischen Baukonzern und damit über derzeit 16.000 Baustellen und 900 Unternehmen. Die Familie Haselsteiner kontrolliert knapp 30 Prozent daran. Klares ist laut Haselsteiner die Nummer 1-Position in Europa. Und die führt seiner Meinung nach weiter über Russland: „Wer Russland erschließt, wird die Nummer 1 werden."
Klare Aussagen trifft Haselsteiner auch zur gegenwärtigen Situation der Branche. „Diese Krise wird uns für viele Jahre nicht verlassen." Zwar sei das Schlimmste wohl überstanden, aber die Zeiten einer Rückkehr zu großem Wachstums ortet er nicht. Und: „Bis zu einer neuen Erholungsphase wird die Branche nicht einiges an überschüssigem Kilos verlieren", so Haselsteiner und rät allen Beteiligten dies als Zeit fürs fittrainieren" zu nutzen.

Der in Bedrängnis geratenen Konkurrenten Alpine, WirtschaftsBlatt berichtete, wird nach Ansicht Haselsteiners zwar nicht Pleite gehen, eine Redimensionierung des Unternehmens hält er allerdings für logisch.

Eher optimistisch äußert sich Haselsteiner auch Bezüglich dem Zurückdrängen der Korruption im Allgemeinen und in der Baubranche im speziellen und spricht von einem Kulturwechsel. Früher war Korruption in der Steuer pauschal unter „nützlichen Ausgaben" absatzfähig. Die Strabag habe diesbezüglich ihre Lektion gelernt: „Wir haben vielleicht nicht alle Aufträge, die wir gerne hätten, aber wir brauchen keine Korruption um unsere unternehmerischen Ziele zu erreichen. Korruption ist auch wirtschaftlich ein Unding."
Korruption sein in Österreich auch weniger das Problem als die Unvereinbareit, so Haselsteiner: „Schlussendlich brauchen wir einen Anspruch an die Moral und weniger an das Gesetz", und sieht schrittweise wichtige Werte verloren gehen.

Abreibung für die Landeshauptleute

Wobei auch das Verharren auf dem Status quo keine Lösung ist, kritisiert Haselsteiner das Verhalten der Landeshauptleute mach den bekannt gewordenen Spekulationsfällen der Länder massiv: „Es kommt mir die Galle hoch, wenn die Landeshauptleute immer nur weiter die Budgethoheit der Länder fordern. Es ist offensichtlich, dass die Strukturen schlichtweg überfordert sind. Die Länder sollten mit Freuden sagen, wie geben diese Aufgabe ab. Was heißt Finanzautonomie der Länder? Dass sie spekulieren können, wie sie wollen, das hat doch nichts mit Finanzautonomie zu tun." Wo die Länder schlussendlich ihre Gelder abrufen, sei demnach völlig irrelevant.

Politisch enttäuscht

Vor dieser Entwicklung geht Haselsteiner auch für das Superwahljahr 2013 eher von Enttäuschungen aus. Den klassischen Parteien fehle der Mut und der Entschlossenheit zu wichtigen Schritten. Dies gebe Kleinparteien die Chance für Kurzauftritte denen er allerdings nur eine geringe Lebendauer prognostiziert. Stronach werde sich mit seinem Ausflug in die Politik sein Image ruinieren, was Haselsteiner als "bedrückend" bezeichnete. "Stronach ist hier falsch beraten" und werde nach einer Legislaturperiode als politische Eintagsfliege enden. „Ich denke auch , dass Frank Stronach eher falsch beraten ist", so Haselsteiner zu den Plänen des Ex-Unternehmers.
Für sich selbst schließt Hans Peter Haselsteiner nach 2014 jedenfalls eine Rückkehr in die Politik aus. Seinen Fokus nach dem Rückzug von der Strabag-Spitze sieht er unter anderem in der Kunstförderung und sozialen Anliegen.

 

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Kommentare

7 Kommentare

Verbleibende Zeichen: 1500

Ja, bei Salzburg kommt einem wirklich die Galle hoch. Da ist einmal die Inthuba, mit Tojner, Hemetsberger und ähnlichen, von vergangenen Schlagzeilen nur so zugeschütteten "Persönlichkeiten". Das ganze dann auch noch über Zypern (!). Eine Depetris Investment hält nämlich 79.05 % an der Ithuba (Hochegger & Co. lassen grüßen). Dann der "externe" Berater PWC. Die Landeshauptfrau wurde durch die Gutachten im sog. "Wohnbautreuhandskandal" von PWC erst zu jener Strahlefrau, zu der's für die nächsten Wahlen wohl nicht reicht. WAS BITTE SOLL DAS ?

verfasst am 13:04 31.12.2012

Die Fehler in diesem Artikel sind wirklich schwerwiegend!

verfasst am 21:40 30.12.2012

Ein Kotzbrocken der seltenen Art.....

verfasst am 20:24 30.12.2012

man darf aber schon erinnern, daß dieser herr seine strabag aktien weit überteuert an die leute über die "ordentlich regulierte und publikumsfreundliche" wiener börse brachte.und schon einmal dann nach einiger schonfrist die eigenen akten um die hälfte zurückgekauft. geht halt nur in österreich so was. da geht MIR die galle hoch, hr haselsteiner.

verfasst am 16:37 30.12.2012

Bitte liebe Redaktion, man kann auch im Zeitalter der Onlinezeitung Grammatik und Rechtschreibung eine Chance geben. Dieser Artikel ist erbärmlich und einem Qualitätsmedium unwürdig!

verfasst am 23:47 29.12.2012

rolli1950 meint

haselsteiner (habe ihn im Interview gehört) hat vollkommen recht !

zum stil dieses Artikels erübrigt sich jeder kommentar -
güsse aus Pisa !

verfasst am 22:01 29.12.2012

Gast: savuti meint

Grauenhaftes Deutsch, wie kann man so einen Artikel online stellen?

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