05.01.2013, 15:04

Fekter bleibt bei Steuer-Pauschalierung für KMU

Bild: APA HELMUT FOHRINGER

Steuern. Im Interview mit Ö1 betont die Finanzministerin, sie wolle die Ausgabenpauschalierung für Gastronomiebetriebe auf alle anderen Branchen auszudehnen.

Wien. Finanzministerin Maria Fekter (V) will sich von der SPÖ bei ihren Steuerentlastungsplänen für Kleinunternehmen nicht stoppen lassen. In der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" machte die Ressortchefin am Samstag klar, dass sie sich auch von "klassenkämpferischen Tönen" nicht davon abhalten werde lassen, die Ausgabenpauschalierung für Gastronomiebetriebe auf alle anderen Branchen auszudehnen. Profitieren könnten Unternehmen bis zu einem Umsatz von 255.000 Euro.

Zuletzt hatten Arbeiterkammer und SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (S) dieses Vorhaben scharf kritisiert. Laut Schieder würde die ausgeweitete Pauschalierung Steuerausfälle von 300 bis 500 Mio. Euro verursachen. Fekter sprach dagegen am Samstag von einer Beseitigung "bürokratischer Hemmnisse" für Klein- und Einzelunternehmen.

Rote sehen rot

Die angekündigte Ausweitung der steuerlichen Pauschalierung aus Kleinunternehmen ärgert SPÖ und Arbeiterkammer weiter. Die Neuregelung über alle Betriebstypen hinweg sei rechtlich fragwürdig, erklärte die AK in einer Aussendung und ergänzte, dass dies ein Steuergeschenk von mehreren 100 Millionen Euro und vor allem angesichts der Budgetlage unverantwortlich wäre. Ablehnung kam auch von SP-Finanzsprecher Jan Kai Krainer, der Steuergeschenke und Klientelpolitik der Finanzministerin anprangerte.

Verhandlungsbereit zeigte sich dagegen BZÖ-Obmann Josef Bucher. Er rechnet aber damit, dass die ÖVP als "Dauerumfaller bei der Entlastung der Bürger" sich hier gegenüber den SPÖ sowieso nicht durchsetzen könne.

Hoch erfreut zeigt sich hingegen der Wirtschaftsbund, dass Finanzministerin Maria Fekter (V) bei der Ausweitung der Pauschalierung hart bleibt. Hier werde eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen, erklärte Generalsekretär Peter Haubner in einer Aussendung. Durch Entbürokratisierung würden die Unternehmen gestärkt, wodurch wiederum Arbeitsplätze gesichert würden und der Wirtschaftsstandort attraktiviert werde.

(APA)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

12:11

4. Einkaufssamstag: Einkaufszentren bisher zufrieden – Lugner-City macht das Wetter zu schaffen

19.12.2014, 19:13

Novomatic klagt Wien auf Schadenersatz

19.12.2014, 16:46

Industrie 4.0: Oberösterreich und Steiermark planen Modellregion

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    1 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    verfasst am 30.01.2013, 15:06

    19.12.2014, 14:13

    Bekleidungshändler Mexx ist pleite - Schließung geplant

    Die Bekleidungskette Mexx hat am heutigen Freitag ein Konkursverfahren eröffnet.

    19.12.2014, 13:58

    Sonntagsöffnung - Möbelriese XXXLutz "entschieden" dagegen

    Die XXXLutz-Gruppe mischt sich in die Debatte ein, ob in Wien eine Tourismuszone samt offener Geschäfte am Sonntag geschaffen werden soll.

    19.12.2014, 13:51

    Österreichs Unternehmen sind pessimistisch

    Die aktuelle Einschätzung der heimischen Unternehmen sei die Schlechteste seit Beginn der Befragungsreihe im Jahr 2010, hieß es von Seiten des Beratungsunternehmens EY.

    19.12.2014, 13:21

    Warmes Wetter drückt Wien Energie-Absatz – Kunden sparen sich Geld

    Das warme Wetter führt bei der Wien Energie heuer zu einem starken Absatzrückgang, vor allem bei Gas und Wärme. Die Kunden sparen sich dadurch einiges an Energiekosten, dem Unternehmen beschert das jedoch Erlösrückgänge.

    19.12.2014, 12:35

    Wifo: Tagesskipässe in Skiverbunden bis zu 18 Prozent teurer

    Tagesskipässe sind in Skiverbunden bis zu 18 Prozent bzw. 6 Euro teurer, so eine Analyse des Wifo und der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien.

    Umfrage

    • Klagen und Gegenklagen in Sachen Hypo Alpe Adria - macht das Sinn?
    • Ja, man sollte nichts unversucht lassen.
    • Nein, das bringt nur noch Gerichtskosten.
    • Jetzt ist es zu spät dafür.
    • Das ganze Hypo-Desaster ist hoffnungslos.