18.01.2013, 12:18  von Stefan Ludwig

Wettquoten schließen Berufsheer aus

Quoten sehen Wehrpflicht vorne / Bild: APA/Helmut Fohringer

Glaubt man einem britischen Wettbüro, ist das Ergebnis der Volksbefragung eindeutig. Wer auf Wehrpflicht setzt, gewinnt wenig – wer an ein Berufsheer glaubt, verdreifacht den Einsatz fast.

London. In Großbritannien lässt sich mit der Volksbefragung in Österreich am Sonntag Geld verdienen. Der Wettanbieter William Hill bietet an, auf das Ergebnis zu setzen. Die Tendenz ist eindeutig: Laut den Quoten bleibt die Wehrpflicht erhalten.

Die Frage lautet übersetzt: "Wollen die österreichischen Wähler das gegenwärtige Wehrpflichtmodell beibehalten?" Die Quote für "Ja" liegt bei 1,40 - die für Nein hingegen bei 2,75. Gewinnen am Sonntag die Befürworter der Berufsarmee, würde man seinen Einsatz somit fast verdreifachen.

Wahlbeteiligung entscheidet mit

Damit schließt sich das Wettbüro den Meinungsumfragen an. Die Meinungsforscher sehen die Befürworter der Wehrpflicht momentan eindeutig vorne. Die Frage ist nur, wie viele Österreicher tatsächlich abstimmen: Geht nur ein Drittel der Wahlberechtigten zur Abstimmung, hängt das Ergebnis stark davon ab, welche Seite am stärksten mobilisiert wurde.

William Hill ist ein britischer Wettanbieter, der 1934 gegründet wurde. Er betreibt über 2300 Wettbüros in Großbritannien und ist an der Börse notiert. Die Aktie hat sich innerhalb der vergangenen zwei Jahre inklusive Dividenden mehr als verdoppelt.

 

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