20.01.2013, 10:29

Mitterlehner plädiert für flexiblere Arbeitszeiten

Bild: WB (Günther Peroutka)

Arbeitsmarkt. Wirtschaftsminister will mit Sozialminister Hundstorfer über Aufzeichnungspflichten und Ruhepausen reden sowie längere Tageshöchstarbeitszeiten und längere Durchrechnungszeiträume sprechen.

Wien.  Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) unterstützt die langjährige Forderung der Industrie nach flexibleren Arbeitszeiten und will schon im Frühjahr Neuerungen erwirken. Konjunkturpakete erachtet er als nicht notwendig, wie er den "Salzburger Nachrichten" (SN, Wochenende) sagte.

Bereits "in den nächsten Wochen" will Mitterlehner mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) über Aufzeichnungspflichten und Ruhepausen reden. "Da fühlen sich die Betriebe wegen übertriebener Dokumentationen gequält", meint der Minister.

"Zudem geht es bei den Arbeitszeiten um längere Durchrechnungsmöglichkeiten und längere Tageshöchstarbeitszeiten."

Mitterlehner bezeichnete den momentanen Arbeitnehmerschutz in Österreich als "überzogen", manche Betriebe fühlten sich "gepiesackt". Bei den Arbeitszeitmodellen klagten die Unternehmen, dass die Arbeitnehmerseite an alten Modellen festhalte.

Export fördern

Um den Anstieg der Arbeitslosigkeit einzudämmen, setzt Mitterlehner auf den Export. "Wir können nur gegensteuern, indem wir noch mehr außerhalb Europas exportieren." Er gehe davon aus, dass die zuletzt auch in Österreich gestiegene Zahl der Menschen ohne Job wieder zurückgehe. Österreich hat die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa.

Was die heurige Wirtschaftsentwicklung betrifft, ist Mitterlehner "eher optimistisch". Konjunkturpakete wolle er "mit Sicherheit" keine schnüren. "Vor allem deshalb nicht, weil wir sie auf Basis von Schulden erkaufen müssten, was wiederum höhere Zinsen auf den Finanzmärkten bedeutete." Eine Steuerreform hat für Mitterlehner "nur Sinn, wenn wir sie uns von der Konjunkturentwicklung her leisten können".

 

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Kommentare

5 Kommentare

Verbleibende Zeichen: 1500

Fur die 80 Stunden Woche ohne Lohnausgleich was für eine Förderung und das vor den wahlen das Ware politischer Selbstmord

Wir Österreicher streiken wohl den Herrn zu wenig

Soll ich dann 6 x am Tag zur Arbeit 40 km fahren oder wie

verfasst am 22:03 20.01.2013

Und die beim vs Konzert pflegen die 35 Stunden Woche und vollen Lohn

Herr Politiker machen sie sich nicht unbeliebt . Wir wissen eh das einige Unternehmer sich was ( Scheiß) über den Arbeitsschutz und auch es denen egal ist wenn der Arbeitnehmer 1 Jahr vor der Pensionierung gekündigt wird

Das sind Top unternehmen bei dem man nicht einkaufen sollte

verfasst am 21:59 20.01.2013

Fur die 80 Stunden Woche ohne Lohnausgleich was für eine Förderung und das vor den wahlen das Ware politischer Selbstmord

verfasst am 21:55 20.01.2013

Gast: Wasdas meint

Ja die Arbeitgeber wollen keine Ruhe Zeiten und Pausen zeiten

Dies auch zu dokumentieren da muss doch der Mitarbeiter eine Pause machen .
Ruhezeiten , 4 Stunden Schlaf sind doch genug . Und Samstag ist sowie Pflicht und Sonntag nur wegen der hohen kosten

kein arbeiten

Es wird die 80 Stunden
Ruhezeiten

verfasst am 21:53 20.01.2013

Vollkommen verständlich!
Als Unternehmer würde ich mich auch durch den Arbeitnehmerschutz "gequält" fühlen.
Schutzlose Arbeitnehmer, mit denen ich nach belieben verfahren kann sind mir da natürlich lieber. Da würde ich mich schon wesentlich wohler fühlen.

verfasst am 11:34 20.01.2013

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