14.02.2013, 15:33

Deichmann flotten Schritts am Expansionspfad

Bild: epa/Arno Burgi

Handel. Schuhhandelskette Deichmann will in Österreich weiter wachsen. Zehn neue Filalien sind geplant, der Umsatz wächst um 9,2 Prozent.

Wien. Die deutsche Schuhhandelskette Deichmann hat in Österreich 2012 eine kräftige Umsatzsteigerung erzielt und will weiter expandieren. Die Verkaufserlöse legten gegenüber dem Jahr davor um 9,2 Prozent auf 216,7 Mio. Euro brutto zu, netto beliefen sie sich auf 180,5 Mio. Euro. Die Zahl der verkauften Schuhe sei um sieben Prozent auf 9,46 Millionen Paar geklettert, teilte das Unternehmen heute, Donnerstag, in einer Aussendung mit.

Die Zahl der Filialen wurde von 145 auf 151 erhöht. Der Personalstand wurde um 8,3 Prozent auf 1.298 Mitarbeiter aufgestockt.

Zehn neue Standorte

Ein Ende der Expansion ist nicht absehbar. "Wir wollen weiter wachsen und planen die Eröffnung von bis zu zehn neuen Standorten", kündigte Geschäftsführer Georg Müller an. 13 bereits bestehende Filialen werden modernisiert.

2011 startete Deichmann mit einem Online-Shop. "Wir sehen den Internetshop als starkes, unverzichtbares Service-Instrument, das das Angebot in unseren Filialen optimal ergänzt und unterstützt", so Müller.

Der laut Eigenangaben größte Schuheinzelhändler Europas, der sich zu 100 Prozent in Händen der Gründerfamilie befindet, begeht 2013 sein 100-jähriges Jubiläum. Deichmann Österreich gehört zur deutschen Deichmann-Gruppe mit Sitz in Essen. Die Deichmann SE ist mittlerweile in 21 europäischen Ländern und den USA vertreten.

Kräftige Investitionen

Heuer investiert die Gruppe 231 Mio. Euro in den Ausbau des Filialnetzes. In Deutschland und in den Niederlanden werden zwei neue Distributionszentren gebaut. Im Frühjahr soll die erste Filiale in Bosnien-Herzegowina eröffnet werden - in Ungarn ist Deichmann seit 2001 vertreten, zuletzt kam Serbien (2011) dazu.

Der Bruttoumsatz der Gruppe wuchs 2012 währungsbereinigt um 7,4 Prozent von 4,13 auf 4,5 Mrd. Euro (3,9 Mrd. Euro netto). Deichmann betrieb im abgelaufenen Jahr insgesamt 3.325 Filialen und steigerte den Schuhverkauf von 156 Millionen auf 165 Millionen Paar. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit erhöhte sich im Vorjahr von rund 32.500 auf 33.700.

 

(apa)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

09:37

Wirtschaftskammer fordert freie Mieten

09:28

Hyundai und Ford pushen die Tageszulassungen

09:24

Dunkin' Donuts kommt nach Österreich

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    08:58

    Cerberus sucht Ausstiegsszenario von der Bawag

    Bawag PSK-Haupteigentümer Cerberus und Mitgesellschafter Golden-Tree möchten ihre österreichische Bank gerne wieder abstoßen. Da ein Verkauf derzeit schwierig ist, wird nun über einen Börsegang nachgedacht.

    05:57

    Gazprom macht Ernst mit Pipeline nach Österreich

    Energie. Gazprom plant offiziell eine Abzweigung der South-Stream-Pipeline nach Österreich. Als Basis dient ein bestehendes Abkommen zwischen Österreich und Russland.

    23.04.2014, 22:10

    Post und Papierbranche bekämpfen E-Rechnung

    Interessen. Papierbranche und Post-Chef Georg Pölzl stemmen sich gegen den Trend zur elektronischen Rechnung – die aber gerade für KMU Vorteile bringt.

    23.04.2014, 21:24

    Arzt eröffnet Tankstellen-Praxis in Wien

    Im Mai will ein Wiener Arzt seine Ordination an einer Tankstelle eröffnen. Für 15 Minuten Behandlung kassiert der Arzt 50 Euro.

    23.04.2014, 21:17

    Fußball-WM bereitet Touristikern in Tirol Sorgen

    Viele Gäste könnten heuer auf einen Urlaub in Tirol verzichten, fürchten Tiroler Touristiker. Der Grund dafür: Die Fussball-WM bannt deutsche Gäste vor ihre Fernseher.

    Die Redaktion empfiehlt

    Umfrage

    • Wo liegt Ihr Notgroschen?
    • Auf dem Girokonto
    • Auf dem Sparbuch
    • Andere Anlageformen
    • Unter dem Kopfkissen