14.02.2013, 22:12

A1 startet jetzt LTE „light“ für Smartphones

A1-Technikchef Grausam gibt LTE-Funk für Handys frei / Bild: WB/Foltin

Mobilfunk. Telekom Austria (A1) startet Smartphone-Verkauf für die vierte Mobilfunk-Generation LTE in Österreich.

Fünf Smartphones mit entsprechenden LTE-Tarifen ab 29,80 € pro Monat und inklusive dem für Österreich obligatorischen Null-Euro-Handy präsentierte A1 elf Tage vor dem Mobile World Congress, der am 25 Februar in Barcelona startet.

Der Nutzer muss sich bei A1 auf zwei Geschwindigkeiten einstellen: Internetsurfern via Datenstick wird eine Datengeschwindigkeit „von bis zu 150 Megabit pro Sekunde" versprochen (bisher waren es 100 MBit/sec), Smartphone-Nutzer müssen sich mit maximal 100 MBit/sec begnügen. „Das liegt an den Handys, deren Chips nur auf 100 MB ausgelegt sind", sagt A1-Technikchef Marcus Grausam. „Eine ­Garantie für eine Mindest­geschwindigkeit können wir nicht geben", erklärte Grausam auf Anfrage des WirtschaftsBlatts. Die Datenübertragungsrate reduziert sich jedoch mit der Anzahl der Nutzer, die in derselben Funkzelle funken. A1 hat in Österreich in Landeshauptstädten und Ballungszentren ausgebaut und erreicht eigenen Angaben zufolge mit LTE rund 30 Prozent der Bevölkerung.

Eine österreichweite Versorgung, um wie mit UMTS und HSDPA rund 90 Prozent der Bevölkerung zu erreichen, wird noch dauern. A1 nutzt LTE via 2,6-Gigahertz-Fre­quenz. Die 800er- und 900er-Frequenzen, die für ländliche Gebiete besser geeignet sind, sollen im Herbst 2013 durch die Telekom-Regulierungsbehörde RTR versteigert werden. Der Termin dazu ist noch offen. „Bis zu drei Jahre" ab Auktion der Frequenzen wird der österreichweite LTE-Ausbau bei A1 dauern, meint Grausam.

2011 hatte T-Mobile Austria als Erster kommerziell LTE-Dienste gestartet. A1 und „3" sind gefolgt - mangels tauglicher Handys nur mit Datendiensten. Wie viele Kunden seither via LTE Datendienste nutzen, wollten die drei Anbieter nicht bekannt geben.

„3" will im Herbst 2013 LTE-Tarife für Smartphones anbieten; T-Mobile hat sich noch nicht entscheiden: „Genaue Launch-Daten können wir nicht bekannt geben."

 

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

19:27

Steuern: „Das war's mit der Glaubwürdigkeit"

19:23

Schweizer Steuerdeal bringt keine Fekter-Milliarde

18:55

Geldsegen für den Mittelstand

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    15:56

    Rom will Stromnetzlücke zu Kärnten schließen

    Seit Jahren versauchen Betreiber die 41 Kilometer messende Stromnetzlücke zwischen Kärnten und dem Friaul zu schließen.

    15:51

    Ex-Flughafen-Vorstand Gabmann mit Gehaltsklage teils erfolgreich

    Der früherer niederösterreichische Landeshauptmannvize Ernest Gabmann wehrte sich gerichtlich gegen vorzeitige Ablöse. Laut Urteil kann er 346.000 Euro erwarten. Airport will berufen - Schadenersatzverfahren läuft.

    15:38

    Argentinien schuldet Österreich "zweistelligen Millionenbetrag"

    Argentinien schuldet seinen Gläubigern knapp zehn Milliarden Dollar. Auf die österreichische Exportwirtschaft hat die mögliche Staatspleite Argentiniens aber kaum Auswirkungen.

    15:30

    Westbahn fährt weiter in den roten Zahlen

    Der private ÖBB-Konkurrent Westbahn konnte das Minus im Jahresabstand aber auf 14,5 Millionen Euro fast halbieren.

    15:04

    Alfred Heinzel: "Der Papier-Markt wird dramatisch einbrechen"

    Die Papier-Massenproduktion wird dramatisch einbrechen, sich halbieren, glaubt der Papierindustrielle Alfred Heinzel. Schärfere Russland-Sanktionen würden auch seine Branche treffen.

    Die Redaktion empfiehlt

    Umfrage

    • Finanzskandal in der Bundestheater-Holding: Wie soll es mit den Theatern weitergehen?
    • Ja, wichtig für Kultur und Tourismus
    • Radikalreform mit Einsparungen
    • Zusperren, zur Touristensaison ohnehin geschlossen
    • Weiß nicht