24.02.2013, 11:44

Steirische Firma: Stichproben auf Pferdefleisch

Bild: dpa/Daniel Naupold

Pferdefleisch-Skandal. Landena-Chef: Derzeit noch im Handel befindliche Landena-Waren "nach jetzigem Stand nicht betroffen".

Stainach. Die obersteirische Firma Landena vertreibt jene Pasta-Sauce, die in Deutschland vom Markt genommen wurde, auch in österreichischen Geschäften. Dort ist sie nach wie vor erhältlich, weil diese Produkte "nach dem jetzigen Stand nicht betroffen sind", so Landena-Geschäftsführer Bernhard Gruber am Sonntag auf APA-Anfrage. Derzeit überprüfe man selbst laufend auch die Fertigprodukte, ebenso würden die Kundenbetriebe eigene Kontrollen durchführen.

Negative Proben

Die deutsche Firma Tegut hat die "Sauce Bolognese" aus dem Handel genommen, in Österreich ist ein gleichnamiges Produkt der Firma Landena nach wie vor erhältlich. "Wir haben selbst 100 Proben eingeschickt in letzter Zeit und bisher 35 zurückbekommen, und alle waren negativ. Wir waren relativ guter Dinge, dass wir nicht betroffen sind", schilderte Gruber. Landena verarbeitet jährlich "mehrere Tausend Tonnen Fleisch", so der Geschäftsführer.

Stichproben-Prüfung

"Wir haben mit fast allen großen Schlachtbetrieben Kontakte, und die beziehen ihre Ware vom internationalen Markt, außer wenn die Herkunft genau angegeben ist", erklärte Gruber die Herkunft der Rohware. Bei der Anlieferung macht ein eigener Fleischer zwar Stichproben, DNA-Untersuchungen gibt es aber nur dort, wo - beispielsweise aus Glaubensgründen - nur ein bestimmtes Fleisch enthalten sein darf.

Die Firma Tegut hatte bei eigenen Untersuchungen Pferde-DNA-Spuren festgestellt. "Bei einem Fleischanteil von 20 Prozent in der Sauce wurden 3,5 Prozent Pferdefleisch gefunden", erläuterte Gruber. "Eine derart geringe Beifügung ist bei der Rohware schwer zu erkennen."

Regelmäßige Prüfung von Fertigprodukten

In Zukunft will man trotzdem die Stichproben bei der Anlieferung verstärken und auch die Fertigprodukte regelmäßig überprüfen. "Die Herausforderung besteht in Zukunft darin, solche Machenschaften im Keim zu ersticken und die Verursacher zu finden", meinte der Landena-Geschäftsführer.

 

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