13.04.2014, 15:13  von APA/schu

Ehrenhauser will Hypo-Haftungsboykott: "Man muss nicht bei jedem Käse mitmachen" + Video

Martin Ehrenhauser und "Europa anders" / Bild: APA/Herbert Pfarrhofer

Martin Ehrenhauser wollte mit seinem Auszug aus der ORF-Debatte der Kleinparteien ein "Zeichen setzen". "Ich wollte den Leuten zeigen, dass man einfach aufstehen kann, dass man dieses große Verbrechen der Bankenrettung nicht hinnehmen muss."

Das sagte der Spitzenkandidat des Bündnisses "Europa anders" am Sonntag gegenüber der APA. Er fordert eine Volksabstimmung über einen "Hypo-Haftungsboykott".

Ehrenhauser, Spitzenkandidat einer u.a. von KPÖ und Piratenpartei getragenen Plattform, hatte die TV-Debatte der vier Kleinparteien nach einem in ruhigem Ton vorgetragenen Protest-Monolog gegen Internet-Überwachung und Hypo-Rettung verlassen. Anstatt mit den anderen drei Spitzenkandidaten zu diskutieren machte er sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Ballhausplatz, wo er seinen Protest fortsetzen möchte. Wie lange er bleiben will, sagte Ehrenhauser nicht: "Das wird man sehen", so der EU-Abgeordnete. "Ich werde da jetzt einmal nicht weggehen."

Einen Schlafsack hat Ehrenhauser bereits via Twitter angefordert. "Jedes Mal wenn ein Regierungsmitglied vorbeikommt werde ich denen sagen, dass das ein riesen Verbrechen ist, was die machen", kündigte er in einem via Youtube verbreiteten Video-Statement mit Verweis auf die europaweiten Bankenhilfen und die im Gegenzug durchgeführten Sparpakete an.

Die Idee zum Auszug aus dem TV-Studio hatte Ehrenhauser nach eigenen Angaben am Sonntagvormittag im Zug. "Ich habe gesagt, es geht so nicht mehr. Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher, wir müssen ein Zeichen setzen", so der EU-Abgeordnete. "Die Leute glauben den Politikern nicht mehr, die müssen wir wachrütteln." Es gehe darum, klar zu machen, dass man nicht alles hinnehmen müsse. Der Protest richte sich aber nicht gegen den ORF, versicherte er und entschuldigte sich beim Moderator für "die unvorhergesehene Situation".

 

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