07.05.2014, 12:55  von APA/ekh

Leben in Österreich teurer als in Deutschland - und dem Rest der Welt

In Österreich müssen Konsumenten im weltweiten Vergleich recht tief in die Tasche greifen / Bild: (c) dpa/Friso Gentsch

In Österreich ist das Leben im weltweiten Vergleich ziemlich teuer, die Kosten liegen um fast 41 Prozent über dem weltweiten Schnitt.

Wien. Das Preisniveau liegt in Österreich um 40,6 Prozent über dem Durchschnitt von 179 untersuchten Ländern. Dies geht aus der Weltbankstudie International Comparison Program (Datenbasis 2011) hervor, deren Endausarbeitung Ende Juli veröffentlicht wird. Nur wenige außereuropäische Länder waren teurer - so etwa Japan, Kanada und Australien.

Bei den Lebenshaltungskosten liegt die Alpenrepublik sogar über dem Niveau von Deutschland, das um gut ein Drittel (35,7 Prozent) teurer ist als der Rest der Welt. Dafür verdient man in Österreich weniger: 2012 lag das durchschnittliche verfügbare Nettoeinkommen hier zu Lande je Arbeitnehmer real bei 18.880 Euro, in Deutschland waren es mit 19.736 Euro rund 850 Euro mehr. Beschränkt man den Preisniveau-Vergleich auf Europa, liegen beide Länder nur leicht über dem Schnitt.

Nordländer, Schweiz und Luxemburg noch teurer

Preisausreißer nach oben gibt es innerhalb Europas in der Schweiz, die um 117 Prozent über dem weltweiten Niveau liegt, in Norwegen (mit 108 Prozent) und Dänemark (189,7 Prozent). Ebenfalls deutlich teurer als in Österreich ist das Leben in Schweden, das um 67,2 Prozent über dem durchschnittlichen internationalen Preisniveau liegt, Luxemburg (64,1 Prozent), Finnland (162,6 Prozent) und Irland (157,8 Prozent).
"Weltweit sind wir da an der Spitze, weil halt Europa insgesamt relativ teuer ist", sagte Olaf Bayer vom Statistischen Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden.

So lagen die Lebenshaltungskosten in Australien im Untersuchungszeitraum 2011 um 38,4 Prozent über jenen in Deutschland. In Japan mussten Verbraucher für den Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs den deutschen Statistikern zufolge um 27,9 Prozent mehr zahlen. Doch abgesehen von Japan waren die Preise auf dem asiatischen Kontinent generell weitaus niedriger als in Deutschland - in Südkorea um 27,6 Prozent, in China um 49,7 Prozent und in Indien um 71,8 Prozent. Die Konsumenten in Russland zahlten um 49,7 Prozent weniger als die Deutschen.

Günstiger als in Deutschland (und Österreich) lebten auch die Verbraucher in den lateinamerikanischen Ländern. In Brasilien etwa, dem Gastgeberland der bevorstehenden Fußball-WM, lag das Preisniveau um 12,8 Prozent unter dem deutschen.
Auf dem afrikanischen Kontinent waren die Lebenshaltungskosten ebenfalls deutlich niedriger - in Südafrika lebte es sich beispielsweise um 38,6 Prozent günstiger als in Deutschland. In den USA waren die Lebenshaltungskosten um 12,1 Prozent niedriger, in Kanada hingegen um 14,1 Prozent höher.

Die Angaben der Weltbank basieren laut Destatis auf Ergebnissen des internationalen Vergleichsprogramms IPC zu Kaufkraftparitäten und vergleichenden Preisniveaus, welche die Weltbank Ende April veröffentlichte.

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Kommentare

2 Kommentare

Also das sagt ja wohl nichts; denn die Lebensqualität ist ja wohl mindestens so wichtig als die Kosten. Und wer will schon auf Dauer in den Ländern leben, wo die Kosten zwar niedrig sind, aber man sich seines Lebens nicht sicher sein kann?

verfasst am 09.07.2014, 07:12

Hallo liebes Wirtschaftsblatt-Team,
bitte vergleicht die Länderspezifischen Werte im Artikel mit jenen des Weltbank-Berichts. Bei den Länder-Vergleichen sind (durch Kopieren des Agentur-Berichts - in anderen Medien stehen auch die selben Falschen Zahlen) große Unstimmigkeiten zu erkennen. So gehen manche Werte (zB Österreich - 40% über dem Durchschnitt) von einer Basis 100 aus, während Andere von einer Basis 0 ausgehen. (zB Irland - hier 157%!! - im Bericht nur 57% über dem Durchschnitt) http://siteresources.worldbank.org/ICPINT/Resources/270056-1183395201801/Summary-of-Results-and-Findings-of-the-2011-International-Comparison-Program.pdf

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