20.01.2015, 13:24  von APA

Außenminister Sebastian Kurz besucht Saudi-Arabien, Katar und VAE

Außenminister Sebastian Kurz fährt in die Golf-Region / Bild: HERBERT NEUBAUER / APA

Außenminister Sebastian Kurz plant für Februar eine Reise in die Golfregion. Besprochen werden sollen unter anderen die Themen "Kampf gegen islamistischen Terror" und "Menschenrechte".

Wien/Riad/Doha. Außenminister Sebastian Kurz plant für Februar eine Reise in die Golfregion. Wie es am Dienstag aus dem Außenministerium hieß, wird der ÖVP-Politiker aller Voraussicht nach in der zweiten Monatshälfte Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emiraten besuchen.

Besprochen werden sollen unter anderen die Themen "Kampf gegen islamistischen Terror" und "Menschenrechte", hieß es. Die Reise steht auch im Zusammenhang mit dem am gestrigen Außenministerrat in Brüssel verkündeten Vorhaben der EU, mit arabischen Staaten stärker im Kampf gegen den Terrorismus zusammenarbeiten.

Insbesondere Saudi-Arabien war zuletzt wegen der Verurteilung des Bloggers Raif Badawi zu Peitschenhieben in die Kritik geraten. Badawi war wegen "Beleidigung des Islams" zu zehn Jahren Haft und 1.000 Peitschenhieben verurteilt worden.

Der Grund: Er hatte auf seiner Internetseite Liberal Saudi Network die Religionspolizei immer wieder für ihre harte Durchsetzung der strengen Auslegung des Islams kritisiert. Vor eineinhalb Wochen musste Badawi die ersten 50 Peitschenhiebe über sich ergehen lassen.

Die restlichen 950 Peitschenhiebe sollen in 20 weiteren Etappen folgen. Laut Menschenrechtsorganisationen hat ein saudi-arabisches Gericht die Fortsetzung der Auspeitschung am kommenden Freitag freigegeben, nachdem sie vorübergehend ausgesetzt worden war.

Vor diesem Hintergrund ist in Österreich auch eine innenpolitische Diskussion um das in Wien ansässige Abdullah-Zentrum für Internationalen Dialog entbrannt, dass von Saudi-Arabien finanziert wird. Der Fall hat international für Empörung gesorgt. Neben Amnesty International haben auch die EU-Kommission und die US-Regierung die Strafe scharf verurteilt.

Katar ist Veranstalter der Fußball-WM-Endrunde in Katar. Menschenrechtsgruppen kritisieren vor allem die katastrophalen Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter auf den Baustellen der vorgesehenen Stadien.

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