14.02.2016, 10:41

Kurz und Leitl mit heimischen Firmen auf Mission in Indien

Bild: APA/AFP/INDRANIL MUKHERJEE

Die Exporte nach Indien noch mehr ankurbeln - das ist Zweck einer Wirtschaftsmission.

Außenminister Sebastian Kurz, der zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (alle ÖVP) sowie eine Wirtschaftsdelegation von über 50 österreichischen Firmenvertretern reisen kommenden Montag für fünf Tage nach Indien. Für Kurz und Kopf stehen neben Wirtschaftskontakten auch Treffen mit hochrangigen indischen Politikern auf dem Programm.

Geplant sind Termine mit der indischen Außenministerin Sushma Swaraj, dem Minister für erneuerbare Energie Piyush Goyal, der Ministerin für Frauen- und Kinderentwicklung Maneka Gandhi und dem Nobelpreisträger Kailash Satyarthi.

Nachdem sich das Wachstum in China derzeit abschwächt, gilt Indien als neuer Hoffnungsmarkt in Asien. Das Land gehört bereits zu den Top-30 der wichtigsten österreichischen Exportländern. Indien ist weltweit das am schnellsten wachsende große Schwellenland. Das Wirtschaftswachstum soll sich im Jahr 2015 auf über sieben Prozent belaufen und heuer laut Prognosen bei 7,6 Prozent und 7,8 Prozent im Jahr 2017 liegen.

Am Dienstag findet in New Delhi ein indisch-österreichisches Wirtschaftsforum statt. Teil der über fünfzigköpfigen Wirtschaftsdelegation aus Österreich sind unter anderem Firmenvertreter von Andritz Hydro, Doppelmayer Seilbahnen, Magna International Europe, Raiffeisen Bank International (RBI) und UniCredit sowie Vamed Engineering. Mittwoch bis Freitag sind dann einige Firmenbesuche in Bangalore und Mumbai vorgesehen.

Eine derart hochrangige Reise österreichischer Politiker und Unternehmen nach Indien fand zuletzt vor sechs Jahren statt. Im Februar 2010 versuchten bereits der damalige Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) guten Wind für die österreichische Wirtschaft zu machen.

Der indische Subkontinent mit einer Bevölkerung von rund 1,3 Milliarden Menschen hat in den vergangenen zehn Jahren für österreichische Firmen als Absatzmarkt deutlich an Bedeutung gewonnen. Als besonders erfolgreiches Beispiel gilt die enge Zusammenarbeit des oberösterreichischen Motorradherstellers KTM mit dem indischen Motorradproduzenten Bajaj, die gemeinsam kostengünstige Motorräder für den indischen Markt produzieren. Bajaj ist seit 2007 auch Großaktionär von KTM.

Die österreichischen Exporte nach Indien stiegen in den ersten elf Monaten 2015 laut vorläufigen Zahlen um 15 Prozent auf rund 630 Millionen Euro und die Importe aus Indien erhöhten sich um 11 Prozent auf rund 650 Millionen Euro. Insgesamt sind derzeit über 500 österreichische Unternehmen am indischen Markt aktiv, davon rund 130 mit Niederlassungen oder Repräsentanzen.

12:35

"Goldprofessionell": 2.700 Kleinanleger zittern um ihr Geld

11:43

Arbeitslosenquote in EU: Österreich auf Platz 9 verschlechtert

07:52

Sprengstoffverdacht löst Großeinsatz an Grenze in Bayern aus

Kommentare

0 Kommentare

06:21

Währungshüter Nowotny befürchtet trotz Niedrigzins keine Bankenkrise

Das Wiener EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sieht trotz des für viele Geldhäuser belastenden Niedrigzinsumfelds keine Bankenkrise heraufziehen.

29.09.2016, 20:00

Grazer Amokfahrer lebenslang eingewiesen

Das nicht rechtskräftige Urteil für den Grazer Amikfaherer, der drei Menschen getötet hat, lautet auf lebenslange Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

29.09.2016, 16:36

Weltbekannter Wiener Schuhhersteller in Konkurs

Die Wiener Schuhfabrik Wittmann hat Konkurs angemeldet. Hauptgrund: die schwindende Kaufkraft auf dem russischen Markt.

29.09.2016, 14:20

Strache über Schnizer: "Eines Verfassungsrichters nicht würdig"

Verfassungsrichter Johannes Schnizer hat sich mit Vorwürfen gegen dieFPÖ selbst in die Schusslinie und den Verfassungsgerichtshof ins Gerede gebracht. Die FPÖ betont, an einem Rechtsstreit nicht interessiert zu sein.

29.09.2016, 13:52

Mr Green hat Probleme mit der Finanz

Der schwedische Online-Glücksspielanbieter Mr Green hat beschlossen, in Österreich keine Steuern mehr zu bezahlen.