13.11.2013, 07:23  von Leo Himmelbauer

SBO: Auf drei Wegen zum Wachstum

SBO-Chef Gerald Grohmann: „Wir werden in fünf Jahren global noch breiter aufgestellt sein" / Bild: WB/Jindrich Foltin

Big Player. Ölfeldausrüster SBO ist in seiner Marktnische Weltmarktführer. Die Kunden wissen das zu schätzen: Sie bekommen neueste Technologie - und nebstbei die Gewinnzahlen des Top-Unternehmens frei Haus geliefert.

Bei der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) stehen die Zeichen auf Rekord. Im Vorjahr wurde erstmals mehr als eine halbe Milliarde € umgesetzt, 90 € waren heuer Allzeithoch für die Aktie. Das vom Paradeindustriellen Norbert Zimmermann 1997 an die Börse geschickte Unternehmen ist derzeit rund 1,4 Milliarden € wert und weiter auf Expansionskurs, wie CEO Gerald Grohmann dem WirtschaftsBlatt gegenüber versichert: „Die Wachstumsstrategie beruht auf organischem Wachstum, Entwicklung neuer Produkte und Technologien sowie Akquisitionen. Wir verfolgen konsequent diese drei Wege. SBO wird in fünf Jahren eine erweiterte Produktpalette haben, global noch breiter aufgestellt sein und damit bei Umsatz, Ergebnis und auch bei der Mitarbeiterzahl deutlich zulegen." Der Big Player mit Sitz in Ternitz und weltweit 1600 Mitarbeitern hält bei Hochpräzisionskomponenten für die Richtbohrtechnologie ­einen Weltmarktanteil von deutlich über 50 Prozent. Um diesen Vorsprung abzusichern, wurden allein in den vergangenen drei Jahren 115 Millionen € investiert.

Sprudelnde Gewinne

„Wir können unser Wachstum über den Kapitalmarkt finanzieren, andere nicht. Unsere Kunden können sich daher immer darauf verlassen, dass wir mit ihnen wachsen. Nachteilig ist natürlich, dass die Kunden unsere Gewinnzahlen frei Haus geliefert bekommen", sagt Grohmann, der den Börse-Anforderungen gemäß vierteljährlich Ergebniszahlen vorlegen muss - so das nächste Mal wieder am 22. November.

Börse schafft Jobs

157 Millionen € Gewinn in den vergangenen drei Jahren, laut Analystenprognosen heuer und nächstes Jahr zusammen nochmals 150 Millionen € Gewinn: Das sind Zahlen, auf die man bei SBO stolz sein kann. Nicht allein deswegen, weil sie den Aktionären steigende Dividenden sichern, sondern weil sie die Expansion ermöglichen. SBO-Chef Grohmann: „Die Politik muss endlich einmal begreifen, dass die Börse nicht Tummelplatz für Spekulanten ist, sondern ein wichtiger Bestandteil in der Eigenkapital-Finanzierung österreichischer Unter­nehmen. Das schafft Arbeitsplätze."

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Gunnar Seen, Werksleiter Schukra Berndorf

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Platz 2

Schukra Berndorf, Berndorf: Der Autozulieferer erzeugt Lordosestützen. Bei diesen Lendenwirbel-Stützsystemen ist Schukra führend - sie werden außer in Autositzen auch in der Luftfahrt, bei Zügen und in Bürosesseln eingebaut. Mehr als sechs Millionen Stück werden jährlich in Berndorf von mehr als 200 Mitarbeitern gebaut. Schukra Berndorf ­gehört zur internationalen Leggett-&-Platt-Unternehmensgruppe, die Maschinenbau-Komponenten erzeugt. Schukra Berndorf setzt mehr als 70 Millionen € um.

Peter Layr Vorstandssprecher EVN AG

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Platz 3

EVN AG, Maria Enzersdorf: Das Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen ist breit aufgestellt. Mit ihren fast 7600 Mitarbeitern, davon 2400 in Österreich, ist die EVN in 21 Ländern tätig und versorgt rund 14 Millionen Kunden in Mittel-, Ost- und Südeuropa. Der an der Wiener Börse notierende Konzern setzt fast drei Milliarden € um. 42,5 Prozent der Erlöse kommen aus den Auslandsmärkten. Die EVN gehört zu 51 Prozent dem Land NÖ, zu 32,5 Prozent der deutschen EnBW; der Streubesitz beträgt 16,5 Prozent.

ALC-Facts:

Bestes KSV-Rating: LKW Walter AG aus Wiener Neudorf
Nachhaltigstes Unternehmen: EVN AG Maria Enzersdorf
Bester beim Qualitäts- und Sicherheits-Check: Böhler Profil GmbH aus Böhlerwerk

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