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19.12.2012, 23:16 von Christian Kreuzer
Wien. Noch vor Weihnachten soll die Lösung für die angeschlagene Baumarktkette Baumax stehen. Die Mehrheit der Banken hat dem Sanierungskonzept bereits zugestimmt, nur die zwei Regionalbanken BKS und BTV legen sich quer.
Über deren Motive herrscht Unklarheit, denn im Insolvenzfall müssten sie die Kredite von rund 80 Millionen €, die die beiden Institute Baumax gewährt haben, abschreiben. „Die beiden verzögern die Sanierung, der Druck auf Baumax steigt", erklärt ein Banker. Die BTV widerspricht der Darstellung, laut BTV-Chef Peter Gaugg hat sich die Bank mit Baumax bereits geeinigt. Die BKS wollte dies nicht kommentieren.
Die anderen Institute - rund ein Dutzend - haben dem vorgelegten Konzept bereits zugestimmt. Zu den größten Kreditgebern zählen die Raiffeisen Bank International, Bank Austria und die Erste. Kern des Sanierungskonzeptes sind zahlreiche Einzelmaßnahmen, wie die Optimierung des Einkaufs und des Sortiments.
Wie berichtet werden einige Standorte in den schwierigen Märkten Zentral- und Osteuropas geschlossen. Ein kompletter Rückzug aus einem Land ist aber in diesem Paket kein Thema, heißt es. Die Banken geben der Kette nun drei Jahre Zeit, um das Sanierungskonzept umzusetzen. Die Eigentümerfamilie Essl muss zudem dem Unternehmen nochmals mit Eigenkapital unter die Arme greifen. Die Rede ist von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.
Tiefrote Zahlen
Baumax hat 2011 hohe Verluste erlitten. Sowohl die Baumax AG, die das Österreich-Geschäft und die Holding umfasst, als auch die Baumax-Gruppe bilanzierten 2011 tiefrot. Demnach betrug der Verlust der Baumax AG 14,6 Millionen €.
Belastet wurde das Ergebnis durch Abschreibungen von rund 25 Millionen € in Ungarn und Kroatien. Operativ schrieb die Baumax AG zwar einen Gewinn von 13,9 Millionen €, was aber dennoch einem Rückgang von fast neun Millionen € gegenüber 2010 entspricht.
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Internet. Mit einer zunehmenden Nachfrage über diesen Verkaufskanal wird aber gerechnet.
Aus Schaden wird man klug. Bauherren, die es erst gar nicht so weit kommen lassen wollen, setzen immer häufiger auf sogenanntes „technisches Risikomanagement“.
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