12.03.2016, 07:47  von Josef Puschitz

Selfies in Studio-Qualität

Alle mit dem Smartphone im Selfie-Studio selbst gemachten Fotos der Kunden bearbeitet Beate Christ fachmännisch nach. / Bild: beigestellt

Die Fotografin Beate Christ bietet ihr Studio für Selfies an. Das Konzept kommt ohne Profi-Fotografen aus und wendet sich an eine junge Zielgruppe. Nun sucht Christ Franchise-Partner.

Landegg. Im Selfie-Studio von Beate Christ machen die Kunden ihre Fotos selbst, ganz ohne Fotografen. Beate Christ hat das erste Fotoatelier dieser Art soeben in Landegg in Niederösterreich eröffnet. Für das Konzept, das auf eine jüngere Klientel abzielt, sucht sie jetzt Franchise-Partner.

Die Unternehmerin macht den Boom der Selfies, die Menschen auf Facebook, Postkarten oder sogar auf der hauseigenen Bilderwand posten, zu einer Geschäftsidee. Das mit Smartphone geschossene Selbstporträt ist zwar längst salonfähig geworden, aber meist ist es aus einem unglücklichen Winkel aufgenommen und zeichnet sich durch Wackeloptik aus.

Neue Stufe

Es sei an der Zeit, sagte sich die Fotografin Beate Christ, die Social-­Media-Ästhetik auf eine neue Stufe zu heben. Christ ist mit ihrer Idee nicht allein, findige Geschäftsleute wie sie bieten Fotoshootings in professionellen Selfie-Studios an. „Ich möchte eine Alternative zur normalen Fotografie bieten, die sich auch jüngere Menschen leisten können", sagt Christ.

„In einem Selfie-Studio erspart man sich einiges, denn für diese Generation macht es einen Unterschied, ob man für Fotos 200 € aufwärts investieren muss, oder ob man etwas für den Preis eines ‚Maci‘-Menüs bekommt." Außer ihrem professionellen Fotostudio hat sie ein zweites Atelier eingerichtet, das keinen Fotografen braucht.

Selbst gemachte Qualität

„Clix4Pix" nennt Christ diese ­Methode, mit der sie eine neue Klientel ansprechen möchte. Drei Kameras, Bildschirme und eine Fernbedienung reichen aus, ­um die Selbstporträts auf eigene Faust und in Studio-Qualität zu erzeugen.

„Das Konzept soll keine Konkurrenz für Fotostudios sein. Ein Dacia ist ja auch keine Konkurrenz für einen Mercedes", sagt sie. Die ehemalige Finanzdienstmanagerin hat sich im zweiten Bildungsweg als Fotografin ausgebildet und schließlich ihr eigenes Studio eröffnet.

Sie verlangt für 20 Minuten im Selfie-Studio knapp 30 €, 45 Minuten gibt es für 55 €. Christ: „In 20 Minuten gehen sich 100 bis 150 Fotos aus. Da sollte für jeden ein passendes dabei sein."

Beliebt beim Poltern

Rund 200 Kunden haben ihr Angebot schon in Anspruch genommen, beliebt ist „Clix4Pix" besonders bei Polterrunden und Geburtstagsfeiern. Christ, die rund 10.000 € in das System investiert hat, sucht nun nach Franchise-Partnern, die das Konzept übernehmen wollen.

Rund 1000 € pro Monat machen Christs Einnahmen aus dem Selfie-Studio aus. „In zwei, drei Jahren rechne ich damit, die Investitionskosten wieder hereinzubekommen", sagt sie.

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