30.12.2015, 14:39  von apa/ekh

Hans Peter Haselsteiners Beteiligungen um eine Perle reicher

Remus-Geschäftsführerin Angelika Kresch bekommt prominente Unterstützung. / Bild: (c) WB/Jindrich Foltin

Der bekannte steirische Auspuffhersteller Remus soll mehrheitlich an Ex-Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner und Stephan Zöchling verkauft werden. Expansion geplant.

Bärnbach/Wien. Die bisherigen Remus-Vorstände der Familie Kresch werden künftig Minderheitseigentümer und in der Geschäftsführung bleiben. Über die Verkaufssumme wurde Stillschweigen vereinbart.

Die genaue Aufteilung der Firmenanteile wollen die neuen Geschäftspartner vorerst nicht bekannt geben. Der Deal muss noch von den Wettbewerbshütern abgesegnet werden. Beschlossen wurde, dass neben dem Ehepaar Kresch künftig auch Zöchling in die Geschäftsführung eintritt und zusammen mit Angelika Kresch die kaufmännischen Angelegenheiten und den Vertrieb übernimmt. Otto Kresch wird technischer Geschäftsführer bleiben, erklärte seine Ehefrau im Gespräch mit der APA.

Ausbau von Produktion und Vertrieb

Als Grund für die Übernahme nannte Kresch die Kosten für Expansionspläne: "Wir wollen diese gemeinsam mit unserem neuen Partner durchziehen und so das Risiko minimieren." Momentan arbeite man mit rund 600 Mitarbeitern und drei europäischen Produktionsstandorten in Bärnbach, Voitsberg und in Bosnien "am Anschlag". Ab 2017 sollen mittelfristig pro Jahr rund 50 neue Mitarbeiter in Europa aufgenommen werden, skizzierte Kresch die Pläne. Außerdem soll der Vertrieb in Übersee und China ausgeweitet werden. Derzeit ist Remus in 60 Ländern sowohl in der Industrie (zu zwei Dritteln) als auch im After-Sales-Bereich (ein Drittel) vertreten. Das Unternehmen hat fast 400 Beschäftigte.

Aufträge bis 2024

Das Geschäft laufe derzeit gut: "Wir haben momentan den höchsten Auftragsstand der Firmengeschichte und sind bis 2024 eingedeckt", sagte Kresch. Eine Krise in Folge des VW-Skandals könne sie in ihrem Unternehmen nicht erkennen, weil Remus im Premiumsegment und nicht mit Golf oder Passat sein Geschäft mache.

Remus wurde 1990 vom Ehepaar Kresch gegründet. 1997 folgte der Kauf des ehemaligen Arbeitgebers Sebring und der Zusammenschluss in die Remus-Sebring-Gruppe. "Ich freue mich auf die neuen Chancen und Herausforderungen", teilte Zöchling, der einige Jahre für den Magna-Konzern in verschiedenen Funktionen tätig war, via Aussendung mit. Die vergangenen fünf Jahre hatte er in Russland verbracht und im Industriekonzern von Basic Element rund um den Oligarchen Oleg Deripaska und dem früheren Magna-Chef Siegfried Wolf , zu dem auch zahlreiche automotive Industriebeteiligungen zählen, gearbeitet. Abgesehen von der zusätzlichen Geschäftsführung soll es durch den Einstieg der Investorengruppe zu keinen personellen oder strukturellen Änderungen bei Remus kommen.

Die Remus-Sebring-Gruppe mit Hauptsitz im weststeirischen Bärnbach hat 2014 einen Umsatz von knapp 60 Mio. Euro erwirtschaftet, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 3,47 Mio. Euro, der Cashflow betrug 7,37 Mio. Euro.

28.09.2016, 16:30

Kanzler Kern in der "Kanzler-Bim" - eine heiße Sache

26.09.2016, 06:40

40 Millionen Umsatz bei Ringana

20.09.2016, 16:52

Management-Buy-out: Neuer Eigentümer bei Isovoltaic

Kommentare

0 Kommentare

14.09.2016, 19:14

Wieder Insolvenz bei kleinerem steirischem Skilift-Unternehmen

Die Stubalm Schilift GmbH am Gaberl hatte jahrelangen Schneemangel zu verkraften. Auf Antrag eines Gläubigers wurde am Handelsgericht Graz ein Konkursverfahren über die Stubalm Schilift GmbH eröffnet.

06.09.2016, 07:41

Gläubiger der Pleite-Firma Kresta fordern 140 Millionen Euro

Der Konkurs des Kärntner Anlagenbauers Kresta ist eine der grössten Pleiten des Jahres. Gläubiger müssen sich auf eine längere Verfahrensdauer einstellen.

02.09.2016, 07:54

Jolly übernimmt Traditionsmarke Aero in Slowenien

Jolly-Eigentümer Brevillier erweitert mit dem Zukauf sein Angebot um Flüssigfarben. Das Werk in Celje, zum Teil eine Behindertenwerkstätte, wird modernisiert.

Bilder des Tages

Umfrage

  • Warum gehen Väter seltener in Karenz als Frauen?
  • Karrierenachteile
  • Angst vor Imageverlust
  • Finanzielle Einbußen
  • Keinen Rückhalt vom Chef
  • Es gehen genug Männer in Karenz