14.01.2016, 11:43  von Leo Himmelbauer

Magna sieht Durststrecke für das Autowerk in Graz

Bei Magna in Graz laufen heuer weniger Autos vom Band / Bild: APA/ASTON MARTIN

Autozulieferer Magna International stellt sich auf ein "enormes Wachstum" ein. Für Magna Steyr in Graz allerdings wird ein weiterer drastischer Umsatzrückgang prognostiziert.

Noch liegen die Jahreszahlen 2015 nicht auf dem Tisch. Rekorde bei Umsatz (36,64 Milliarden Dollar) und Gewinn (1,94 Milliarden Dollar) wie 2014 wird es für den vom Austrokanadier Frank Stronach gegründeten Autozulieferer Magna International auf alle Fälle nicht geben. Das stand bereits nach der Zwischenbilanz für die ersten drei Quartale 2015 fest. Analysten rechnen mit einem Jahresumsatz von 32 Milliarden Dollar und knapp mehr als 1,8 Milliarden Dollar Gewinn. Wieder aufwärts gehen sollte es allerdings heuer.  "Magna hat ein enormes Wachstum vor sich, was sich an den neuen Aufträgen und kürzlich abgeschlossenen Akquisitionen, wozu beispielsweise Getrag zählt, abzeichnet. Wir setzen alles daran, sicherzustellen, dass wir bei dieser Umsatzsteigerung auch solide Renditen erzielen", erklärte Konzernchef Don Walker, der eben die Prognose für 2016 bekannt gab.

Magna rechnet für heuer mit Gesamterlösen in der Bandbreite zwischen 34,6 und 36,3 Milliarden Dollar. Die Produktionsverkäufe sollten 30,3 bis 31,6 Milliarden Dollar einbringen und zu knapp zwei Drittel aus Nordamerika stammen. Für Europa sind Produktionserlöse von lediglich 8,6 bis 9,0 Milliarden Dollar eingeplant.

Stark rückläufig bleibt die Sparte Gesamtfahrzeugmontage, womit bei Magna das Werk Magna Steyr in Graz gemeint ist. Wurden in Graz 2014 noch mehr als drei Milliarden Dollar umgesetzt, so dürften es im Vorjahr nur noch rund 2,4 Milliarden Dollar gewesen sein. Für 2016 werden in Graz lediglich 1,7 bis 2,0 Milliarden Dollar Umsatz erwartet.

Freilich könnte Magna bereits eine Reihe von neuen Fertigungsaufträgen an der Angel haben, denn bei seiner Prognose für 2018 geht Konzernchef Walker von einer Umsatzverdreifachung in Graz aus. In zwei Jahren sollten dort Autos für 5,3 bis 5,8 Milliarden Dollar gebaut werden.

Magna erwartet für 2018 Produktionsverkäufe in der Bandbreite von 33,1 bis 35 Milliarden Dollar, davon 9,5 bis 10,1 Milliarden Dollar in Europa. Dabei geht der Konzern davon aus, dass die Leichtfahrzeugproduktion in Europa von heuer 20,9 Milllionen Einheiten auf 22,2 Millionen Einheiten in 2018 steigen wird. In Nordamerika sollte die Leichtfahrzeugproduktion von 18 auf 18,6 Millionen Einheiten steigen.

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

22.07.2016, 08:46

Goldlöckchen in der Männerwelt

17.07.2016, 17:58

„Das Risiko nehmen, abgewählt zu werden“

17.07.2016, 14:25

Der Traum vom steirischen Silicon Valley

Kommentare

0 Kommentare

15.07.2016, 12:47

Shoppingcity Seiersberg: Verfassungsgerichtshof hob Verordnungen auf

Die "Interessentenwege", durch die das ansonsten zu große Shoppingcenter Seiersberg erst genehmigungsfähig wurde, entsprechen nicht dem Gesetz, stellt der Verfassungsgerichtshof fest.

14.07.2016, 12:36

Gewerkschaft freut sich über Konkurs von Baufirma

Die steirische Nival Kropiunik Bau ging Pleite. Sie soll laut Gewerkschaft GBH Lohn- und Sozialdumping betrieben haben.

14.07.2016, 06:27

Urteil im Grazer Jihadisten-Prozess: 20 Jahre Haft für Hassprediger Mirsad O.

Der Jihadisten-Prozeß in Graz endete für die beiden Angeklagten mit langjährigen Haftstrafen.

12.07.2016, 10:19

Millionenpleite einer Baufirma

Die steirische Nival Kropiunik-Bau GmbH ist in Konkurs. Sie hat mehr alse ein Million Euro Schulden. Eine Millionenpleite gibt es auch bei der "PHV" Liegenschaftsverwertungs-Gesellschaft m.b.H. aus Oberösterreich.

12.07.2016, 08:40

Die unendliche Geschichte der Rechtsstreitigkeiten

Es ist das jüngste Kapitel in der langen Geschichte der Rechtsstreitigkeiten um die Shopping City Seiersberg.

Bilder des Tages

Umfrage

  • Warum gehen Väter seltener in Karenz als Frauen?
  • Karrierenachteile
  • Angst vor Imageverlust
  • Finanzielle Einbußen
  • Keinen Rückhalt vom Chef
  • Es gehen genug Männer in Karenz

Die Redaktion empfiehlt