26.02.2016, 13:06  von apa

Dämpfer für Magna-Umsatz in Graz – hoffen auf Großauftrag

Für 2016 eher trübe Aussichten für das Magna Steyr-Werk in Graz, ab 2018 könnte es wieder aufwärts gehen. / Bild: (c) APA/HARALD SCHNEIDER

Ohne weitere Aufträge wird der Umsatz bei Magna Steyr in Graz im laufenden Jahr nochmals deutlich sinken, Euro-Schwäche belastet zusätzlich.

Wien/Graz/Aurora. Der kanadische Autozulieferer Magna International hat 2015 im Gesamtjahr und im 4. Quartal beim Umsatz den Rückwärtsgang eingelegt. Die Erlöse im Gesamtjahr sanken von 34,40 auf 32,13 Mrd. Dollar und im Schlussquartal von 8,79 auf 8,57 Mrd. Dollar. Beim Fahrzeugbau der Grazer Tochter Magna Steyr sank die Stückzahl 2015 um 23 Prozent auf 103.904 Stück, im 4. Quartal um 24 Prozent auf 25.000.

Das für 2016 geplante Verkaufsvolumen der Produktion in Graz, wo - als einzigem Magna-Werk weltweit - ganze Fahrzeuge zusammengebaut werden, erwartet Magna laut Ausblick von Freitag bei 1,7 bis 2,0 Mrd. Dollar (1,54 bis 1,81 Mrd. Euro). Voriges Jahr sackten die Erlöse aus der Magna-Steyr-Produktion um 25 Prozent auf 2,36 (3,16) Mrd. Dollar ab. Mit 494 Mio. Dollar war der überwiegende Teil des Erlösrückgangs der Euro-Abschwächung gegenüber der US-Währung zuzuschreiben.

Das Absinken der Grazer Stückzahl geht primär aufs Konto von Mini Countryman and Paceman, für die sich die Fertigungsaufträge dem Ende nähern. Auch das Produktionsende für den Peugeot RCZ im 3. Quartal bremste das Gesamtvolumen. Rund 2.500 neue Jobs in Graz könnte ja Medienberichten zufolge ein neuer Großauftrag bringen, laut "Kurier" soll es um einen neuen SUV für einen europäischen Hersteller gehen. "Industriemagazin" und "Wiener Zeitung" spekulierten, es könnte sich um den Rolls Royce Cullinan handeln, der 2015 als Prototyp vorgestellt wurde. 2018 könnte es in Graz dann eine Rekordzahl von 8.000 Jobs geben.

Die gesamten Magna-Konzererlöse sanken 2015 um 7 Prozent auf 32,13 Mrd. Dollar, wobei es mit jeweils 2 Prozent leichte Zuwächse nur in Nordamerika (auf 17,76 Mrd. Dollar) sowie in Asien (auf 1,61 Mrd. Dollar) gab; in Europa fielen die Erlöse (ohne Grazer Assembling) um 18 Prozent auf 7,25 Mrd. Dollar zurück. Die Kfz-Produktion wuchs in Europa um 4 Prozent auf 20,99 Stück, in Nordamerika um 3 Prozent auf 17,47 Mio. Einheiten, geht aus dem Jahresbericht hervor. Für 2016 sind 21 bzw. 18 Mio. geplant.

Für 2016 rechnet Magna ohne Graz mit Umsätzen von 30,3 bis 31,6 Mrd. Dollar, samt Graz wären es 34,6 bis 36,3 Mrd. Dollar. Der Löwenanteil der Erlöse soll mit 19,2 bis 19,8 Mrd. Dollar in Nordamerika erzielt werden, 8,6 bis 9,0 Mrd. Dollar in Europa (ohne Graz).

Beim operativen Ergebnis musste der Magna-Konzern 2015 Abstriche machen, das Nettoergebnis dagegen konnte im Gesamtjahr leicht verbessert werden. Das (angepasste) EBIT sank im 4. Quartal von 714 auf 656 Mio. Dollar und schrumpfte im Gesamtjahr von 2,68 auf 2,53 Mrd. Dollar. Für 2016 ist ein EBIT von 7 Prozent des Umsatzes angepeilt, heißt es im Ausblick. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich 2015 insgesamt auf 2,65 (2,61) Mrd. Dollar; netto verringerte es sich im Quartal auf 483 (516) Mio. Dollar, legte im Gesamtjahr aber auf 1,95 (1,92) Mrd. Dollar zu.

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