24.02.2013, 20:08  von Michael Riedler

Koppcon füllt eine Telefonie-Marktlücke aus

Koppcon-Chef Emanuel Kopp berät in Sachen Cloud / Bild: WB/Riedler

Telekommunikation. Tiroler Start-up will bald fünf Standorte unterhalten, davon zwei im Ausland

Innsbruck. Emanuel Kopp und sein 20-köpfiges Team der Koppcon Consulting GmbH haben einen Markt erschlossen, auf dem sie nach Eigenangaben noch ohne Mitbewerber sind. Das Innsbrucker Unternehmen berät große Konzerne in puncto Telefonielösung - herstellerunabhängig und ergänzt mit selbst entwickelten Tools.

Solche Lösungen wären zunehmend gefragt, meint Kopp: „Die drei Bereiche Festnetz, Mobiltelefonie und Datentransfer verschwimmen immer mehr. Die meisten Unternehmen sind dabei überfordert, diese Systeme unter einen Hut zu bringen."

Das noch junge Unternehmen Koppcon habe sich hier ­profilieren können, indem es die Komplexität der Materie für zum Teil sehr große Unternehmen massiv reduziere. Emanuel Kopp, geschäftsführender Gesellschafter, hält 45 Prozent der Firmenanteile. Beteiligt sind auch Investoren aus Wien und der Schweiz.

Illustre Klientel

Die ersten Kunden tragen klingende Namen. So hat Koppcon kürzlich von der Strabag einen Auftrag über eine Lösung für 40.000 Telefoniestellen an 800 Standorten erhalten. Installiert wird ein System, mit dem die Strabag via konzernintern private Telefonie-Cloud innerhalb des gesamten Unternehmens gebührenfrei telefoniert. Dazu entwickelt das Unternehmen eigene Software-Tools, die etwa die laufende Kostenkontrolle sicherstellen.

Hier haben sich Motorradhersteller KTM aus Mattighofen, der Pharmagroßvertrieb Kwizda aus Wien, der schwäbische Sägen- und Landmaschinenhersteller Stihl und der ­Welser Gebrauchtmaschinenhändler Reform Werke von dem Tiroler Start-up betreuen lassen. Laut Kopp wächst das Unternehmen hauptsächlich über Mundpropaganda, und das auch zunehmend auch über Österreichs hinaus.

Hohe Umsatzambition

Entsprechend will Koppcon in drei Jahren auf 20 Millionen € Umsatz springen. Im Gründungsjahr 2012 kam der Beratungsbetrieb mit Standorten in Innsbruck, Wien und Salzburg auf 2,7 Millionen €. Im April wird der erste Auslandsstandort in Berlin eröffnet. Für heuer plant Eigentümer Kopp zudem fix eine Niederlassung in der Schweiz, und zwar aller Voraussicht nach in Zürich. (mr)

 

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

11.04.2014, 15:35

Plansee-Tochter setzt US-Übernahme um

11.04.2014, 11:21

Überall Fallstricke beim Bau von Gewerbeimmos

11.04.2014, 10:36

Der Ausleseprozess im Autohandel setzt sich in Tirol fort

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    10.04.2014, 19:13

    Regional: Tiroler Gründer kämpfen mit Finanzierung und Bürokratie

    Verschärfte Bedingungen bei der Kreditvergabe und bürokratische Hürden bei Förderungen zählen für heimische Jungunternehmer zu den größten Herausforderungen.

    09.04.2014, 06:24

    Um jeden Traktor wird gekämpft

    Traktorenhersteller Hermann Lindner ortet einen schärferen Wind in der Branche. Kurzzeitzulassungen wie auf dem Pkw-Sektor kämen in Mode. Lindner kontert mit Innovation.

    06.04.2014, 17:47

    Leitner baut Seilbahn für Berlin

    Der Südtiroler Seilbahnbauer Leitner mit Werk in Telfs errichtet für die Gartenausstellung in Berlin eine spektakuläre 14-Millionen-€-Seilbahn – und betreibt sie auch gleich selbst.

    06.04.2014, 11:29

    „Das ist eine Gefährdung des Bankenstandorts“

    Hans Unterdorfer, der Vorstandschef der Tiroler Sparkasse, sieht die Banken wegen der Belastungen, die die heimischen Geldinstitute seit der Finanzkrise tragen müssen, enorm unter Druck. Das könnte auch die Konjunktur bedrohen.

    03.04.2014, 10:35

    Geld für erfinderische Betriebe in Tirol

    Für heuer stellt das Land in mehreren Programmen rund 7,4 Millionen € für unternehmensbezogene Forschung zur Verfügung. Tiroler Firmen profitieren aber auch von der Förderung des Bundes.

    Umfrage

    • Wo liegt Ihr Notgroschen?
    • Am Girokonto
    • Sparbuch
    • Andere Anlageformen
    • Unterm Kopfkissen

    Die Redaktion empfiehlt