09.03.2016, 18:41  von Micaela Taroni

Thonet plant Pop-up-Café in Wien

Thorsten Muck, CEO der Thonet GmbH / Bild: Philipp Thonet

Das deutsche Unternehmen steigert den Umsatz um nahezu zehn Prozent, auf 22 Millionen €.

Mailand. Pop-up-Stores sind temporäre Ladeneinheiten, die auf innovative und kostengünstige Weise Produkte inszenieren, um die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zu ziehen. Auch in Wien wächst das Interesse für dieses Konzept. Noch in diesem Frühjahr eröffnet das Designmöbelunternehmen Thonet erstmals ein Pop-up-Cafe. In der Alten Post auf der Dominikanerbastei will Thonet im ehemaligen Postamt die Vergangenheit wieder ins Leben rufen.

Dabei steht der 1859 entworfene Wiener Kaffeehausstuhl von Michael Thonet im Rampenlicht. Gemeinsam mit dem Wiener Cafe Jonas Reindl wird mit einer Auswahl an Thonet-Möbel die Alte Post wiederbelebt. Im Mittelpunkt des Cafes stehen einige Bugholzklassiker der traditionsreichen deutschen Marke sowie Produkte für Wohnungen und Büros und die Outdoor-Kollektion.

In Wien erfand der aus Boppard am Rhein stammende Kunsttischler Michael Thonet in seiner 1819 gegründeten Werkstatt neue Holzbiegetechniken und fertigte um 1830 erste Entwürfe aus gebogenem Schichtholz. 1859 entwarf Thonet Nr. 14, den Kaffeehausstuhl, und schaffte den Durchbruch in Richtung industrielle Fertigung. 50 Millionen Exemplare dieses Stuhls wurden allein bis 1930 weltweit verkauft.

"Emotionale Bindung"

Thonet ist sehr eng mit der Kaffeehaustradition verbunden. "Es ist eine emotionale Bindung, die wir nutzen wollen, um unsere neuen Produkte in Wien vorzustellen", sagt Thorsten Muck, CEO der Thonet GmbH.

Im Betrieb in Frankenberg sind noch Michael Thonets Nachfahren in fünfter und sechster Generation als Gesellschafter und Vertriebsrepräsentanten aktiv in die Firmengeschäfte eingebunden. Die Produkte Thonets werden über Fachhandelspartner vertrieben. Für den österreichischen Markt ist Percy Thonet zuständig - er ist Nachfahre des Gründers in sechster Generation. "In Österreich werden Bugholzmöbel besonders geschätzt und nachgefragt", berichtet Muck.

Das zweite wichtige Material bei der Thonet-Produktion bildet nach Bugholz Stahlrohr. In den 1930er-Jahren war das Unternehmen der weltweit größte Produzent der damals neuartigen Stahlrohrmöbel. Das Unternehmen meldete 2015 ein nahezu zehnprozentiges Umsatzplus auf 22 Millionen €.

Bevor jedoch das neue Pop-up-Café in Wien eröffnet wird, bereitet sich Thonet auf die Mailänder Möbelmesse im April vor. "Es handelt sich um die weltweit größte Möbelmesse. Ein Unternehmen, das international wachsen will wie Thonet, muss dabei sein", meint Muck. 

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