28.11.2012, 19:04

Stellenabbau auch beim "Spiegel"

Bild: Dpa Tobias Kleinschmidt

Medien. Umsätze und Gewinne sind bei der Hamburger "Spiegel"-Gruppe gesunken. In einem Jahr werden weniger Mitarbeiter beschäftigt als die jetzigen 1100. Bereits bekannt ist, dass "Spiegel-TV" 40 Stellen abbauen wird.

Hamburg. Bei der Hamburger "Spiegel"-Gruppe sind Umsatz und Gewinne in diesem Jahr gesunken. Der Umsatz bleibe mit 307 Millionen Euro um knapp sechs Prozent hinter dem Vorjahr zurück, sagte "Spiegel"-Geschäftsführer Ove Saffe am Mittwoch dem Medien-Fachdienst "Horizont". Rund zwei Drittel des Umsatzes entfallen laut "Horizont" auf den "Spiegel" (gedrucktes Heft und kostenpflichtige Digitalausgabe), der Rest auf "Spiegel-TV", "Spiegel Online" und "Manager Magazin". Die Umsatzrendite ist nach Schätzungen des Fachblattes, denen Saffe im Interview nicht widerspricht, von 20 auf 15 Prozent gesunken.

Der Verlagsmanager kündigte Sparmaßnahmen in der Gruppe an. Die Kosten entwickelten sich nicht parallel zu den Erlösen; das Ergebnis sei rückläufig. "Deshalb müssen wir gegensteuern und unsere Kostenstruktur so gestalten, dass wir weiterhin in der Lage sind, auch bei rückläufigen Umsätzen ein Ergebnis zu erzielen, das unsere Zukunftsfähigkeit, unsere wirtschaftliche Unabhängigkeit und somit unsere publizistische Unabhängigkeit sicherstellt." Er gehe davon aus, dass die "Spiegel"-Gruppe in einem Jahr weniger Mitarbeiter beschäftigen werde als die 1100 derzeit. Bereits bekannt ist, dass "Spiegel-TV" 40 Stellen abbauen wird.

Zudem könnten besonders werthaltige Inhalte bei "Spiegel Online" kostenpflichtig werden, ergänzte der Geschäftsführer. Generell solle aber der freie Zugang zu dem Online-Angebot erhalten bleiben. "Damit einher geht die Überlegung, inwieweit der wöchentliche "Spiegel" gegen Bezahlung stärker im Internet stattfinden kann", sagte Saffe.

 

(APA/dpa)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

09:40

Oettinger für EU-Pkw-Maut: „28 verschiedene Mautsysteme wären grotesk"

19.04.2014, 18:39

Moral vor Mammon: „Exot und Stachel zugleich in der Bankenwelt"

19.04.2014, 10:23

Versprochen, nicht gebrochen: Renzi senkt in Italien Steuer für Niedrigverdiener

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    17.04.2014, 17:11

    Österreich bei PR oft nur ein "deutsches Bundesland"

    Österreichischen PR-Agenturen kommen immer häufiger ihre Kunden abhanden. Internationale Konzerne lassen die Pressearbeit oft über Deutschland mitlaufen.

    17.04.2014, 17:11

    "Unternehmen riskieren Präsenzverlust in den Medien"

    Susanne Senft, Vizepräsidentin des Public Relations Verbandes Austria, über Konkurrenz für heimische PR-Agenturen aus Deutschland, Ausbildung und Gütezeichen.

    15.04.2014, 21:02

    „Wir sind von Google abhängig"

    Die Dominanz des US-Internetgiganten Google macht sogar dem Chef des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, Sorgen.

    07.04.2014, 09:49

    Ausgaben für Werbung dürften steigen

    Werbung. Unternehmen werden laut Einschätzung wieder vermehrt in Werbung investieren. Die Krisenjahre sollten schon bald der Vergangenheit angehören.

    04.04.2014, 13:57

    ORF bleibt ein politischer Sündenfall

    Die „Initiative Mehrheitswahlrecht und Demokratiereform" bezichtigt Bundeskanzler und Vizekanzler ihre Versprechen nicht eingehalten zu haben, der ORF wurde nicht entpolitisiert.

    Umfrage

    • Wo liegt Ihr Notgroschen?
    • Am Girokonto
    • Sparbuch
    • Andere Anlageformen
    • Unterm Kopfkissen