04.12.2012, 09:54  von Melanie Manner

Sportliche Zuwächse bei den Sponsoringausgaben

Bild: APA

Werbung. 26,5 Prozent ihres Kommunikationsbudgets geben Unternehmen für Sponsoring aus. Sport ist am beliebtesten.

Wien. Sponsoring und Eventmarketing haben im heurigen Jahr kräftig zugelegt. Der Anteil am Kommunikationsbudget der Unternehmen ist in zwei Jahren von 18,5 Prozent auf heuer 26,5 Prozent angestiegen. 7,8 Prozent des Budgets wurden dabei in eigeninitiierte Events investiert. Das besagt der aktuelle Sponsoring Barometer Österreich von der Europäischen Sponsoring Börse ESB und Sportforschungsunternehmen Sport+Markt.

90 werbetreibende Unternehmen wurden dabei befragt. Insgesamt soll das Volumen in Österreich heuer das Vorjahresvolumen von 575 Millionen € noch übertreffen.

Fußball ist König

Dabei ist der Trend eindeutig: Wer Sponsoring betreibt, investiert in Sport (93 Prozent der Nennungen, davon 59 Prozent Fußball). 2,1 Milllionen €jährlich fließen etwa in die Österreichische Sporthilfe. Auf sinkende Werte blicken dagegen Kultursponsoring, Umweltsponsoring und soziales Sponsoring (CSR).

Hans-Willy Brockes, Geschäftsführer der ESB, sieht darin einen Zusammenhang mit dem "Zugewinn an Professionalisierung im Sportsponsoring". So finden die Befragten mehrheitlich, dass Marktforscher, Berater, Vermarkter und sogar Sportvereine professionell agieren. Nur Sportverbände bekamen von 32 Prozent schlechte Werte.

Logo alleine reicht nicht

Ebenfalls deutlich wird, dass effektive Aktionen vernetzt, also auf mehreren Marketingschienen gefahren werden müssen. Dazu gehören TV-Kampagnen, Gewinnspiele, Social Media und dergleichen. "Die Zeiten, als es für Marketing-Verantwortliche ausreichte, das Markenlogo auf Banden und den Interviewrückwänden zu sehen, sind endgültig passé", sagt Veit Wolff, Österreich-Verkaufschef von Sport+Markt.

Ob der Aufwärtstrend anhält, ist noch nicht klar. "Wenn es sich nur um einen kurzen Durchschnaufer handelt, kann es sein, dass sich die Kommunikationsbudgets der Unternehmen wieder verschieben", sagt Philipp Radel, COO der Sportmarketing-Agentur WWP Weirather -Wenzel &Partner GmbH. Allerdings würden auch dann die Premium-Plattformen -beispielsweise die Champions League im Fußball -gewinnen. Ein Hinweis auf die sich bessernde Lage ist die Vorausplanung: Immerhin 47 Prozent der Unternehmen haben für die nächsten zwei Jahre einen Sponsoringplan. 2010 waren es vier Prozent.

(WirtschaftsBlatt, Print-Ausgabe, 2012-12-04)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

14.08.2014, 15:46

Jelinek, Palm, Haslinger – auch heimische Schriftsteller machen gegen Amazon mobil

05.08.2014, 15:50

"USA Today"-Verlag macht sich zukunftsfit - Milliarden-Übernahme

04.08.2014, 15:10

Song Contest teurer als geplant

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    24.07.2014, 15:55

    Styria Holding baut integriertes Sport- und Aktiv-Angebot aus

    Die „Styria Digital Holding GmbH" übernimmt die 49 % der „Styria Tourismusportale GmbH" von den bisherigen externen Joint-Venture-Partnern.

    07.07.2014, 20:04

    Fernsehkonzern RTL schlägt Alarm wegen Steuer in Ungarn

    Europas größter privater Fernsehkonzern RTL legt sich wegen umstrittener Steuervorschriften mit der ungarischen Regierung an.

    04.07.2014, 13:00

    Ex-Pressesprecher von David Cameron muss ins Gefängnis

    Andy Coulson muss für 18 Monate in Haft. Der frühere Chefredakteur der "News of the World" wurde schuldig gesprochen, in einen schweren Abhörskandal verwickelt zu sein.

    18.06.2014, 07:43

    Der Buchclub von Bertelsmann ist Geschichte

    Der Medienriese Bertelsmann beendet eine Ära und schließt bis Ende 2015 das gesamte deutschsprachige Buchclub-Geschäft. Umbruchs im Buchgeschäft.

    10.06.2014, 12:36

    Das deutsche Markenranking gewinnen Mercedes und BMW

    Industriemarken wie Autohersteller dominieren im deutschen http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/international/3809200, auch VW und Audi vorne. SAP und Deutsche Telekom auf den Plätzen.